Wie viele Menschen tatsächlich das HbbTV-Angebot des ORF nutzen ist nicht bekannt. Fest steht aber: Seit 2011 wurden mehr als 1,4 Millionen HbbTV-taugliche Fernsehgeräte verkauft, alleine im ersten Halbjahr 2015 waren es 190.000 Geräte. Die Hälfte all dieser Geräte könne derzeit das ORF-Angebot abrufen, heißt es. In der Theorie also ein großer Markt, deshalb verzahnt der ORF TV und Online nun noch stärker.

Alles neu am Schirm
Optisch kommt das HbbTV-Angebot des ORF völlig neu daher, aber auch inhaltlich gibt es einige Änderungen. Beim Drücken der roten Taste auf der Fernbedienung sehen die Nutzer Online-News und das Wetter auch ohne Internetverbindung. Wenn diese eingeschaltet ist, wird das Angebot größer: dann können Nachrichten und Wetter vertieft sowie die ORF TVthek abgerufen werden. Michael Götzhaber, ORF-Direktor für Technik, Online und neue Medien, sagt: „Die HbbTV-Technologie hat sich in den vergangenen Jahren zum führenden Standard für digitale TV-Zusatzdienste entwickelt, ist von der EBU standardisiert und wird von den Geräteherstellern breit unterstützt. HbbTV stellt daher im Rahmen unserer Multimedia-Strategie eine wichtige technische Plattform dar, um stark nachgefragte ORF-Contents über ein modernes und bequem nutzbares Zugangsportal anbieten zu können.“

Ergänzung zum Teletext
Der ORF bietet den Fernsehzuschauern seit November 2013 sein HbbTV-Angebot an und hat es seitdem schrittweise ausgebaut. HbbTV startete eigentlich als Alternative für den klassischen Teletext, doch die Nachrichten in Pixelform sind nach wie vor beliebt. Erst Anfang des Jahres feierte der Teletext seinen 35. Geburtstag, nach wie vor nutzen etwa 1,9 Millionen Menschen pro Woche den Dienst. Der ORF will demnächst sogar eine eigene Teletext-App veröffentlichen, das wurde vor einem Monat bekannt. „Der ORF Teletext ist ein österreichisches Medienphänomen und eine Erfolgsgeschichte. Mit 35 Jahren ein scheinbar altes Medium, das alle Phasen der digitalen Revolution unbeschadet überstanden hat“, sagt ORF-Onlinechef Thomas Prantner. Inzwischen ist der Teletext übrigens auch via HbbTV abrufbar.