Das Programm von SRF steht 2016 im Zeichen der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels und von grossen Sportereignissen: der UEFA EURO 2016™ in Frankreich, den Olympischen Sommerspielen in Rio und dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Estavayer-le-Lac. Weitere Highlights sind ein Thementag zu einem fiktiven Stromausfall, neue Comedy-Formate sowie eine Radioreise quer durch die Schweiz, auf der Menschen unterschiedlicher Nationalitäten porträtiert werden.

1. Rückblick
SRF war auch im abgelaufenen Jahr der unangefochtene Publikumsfavorit: Jeden Tag schalteten knapp zwei Drittel aller Radiohörerinnen und -hörer in der Deutschschweiz einen Sender aus der SRF-Radiofamilie ein. Wöchentlich erreichte Radio SRF fast 85 Prozent aller Hörerinnen und -hörer in der Deutschschweiz. Knapp über zwei Millionen Personen nutzen monatlich das SRF-Webangebot. Im Fernsehen lag die tägliche Reichweite von SRF 1, SRF zwei und SRF info zusammen bei rund 2,4 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern. Im Lauf einer Woche wählten fast 9 von 10 Fernsehzuschauerinnen und -zuschauern einen TV-Sender von SRF.
Die SRF-Radiosender konnten ihren Marktanteil 2015 auf 59,1 Prozent steigern. Im TV gingen die Marktanteile erwartungsgemäss leicht zurück, aber auch ohne grosse Sportereignisse erreichten SRF 1, SRF zwei und SRF info zusammen einen Marktanteil von 30,3 Prozent am Sendetag selbst («Overnight»-Wert), respektive 29,7 Prozent Marktanteil («Overnight+7»-Wert). In der wichtigsten TV-Zeit am Hauptabend von 19 bis 22.30 Uhr lag der Marktanteil bei 38,8 Prozent («Overnight»-Wert), respektive 38,1 Prozent («Overnight»+7-Wert). Die «Tagesschau» vom Wahlsonntag, 18. Oktober, war mit über einer Million Zuschauerinnen und Zuschauern die meistgesehene Sendung des Jahres.
2015 hat SRF dem Publikum in Radio, TV und online eine ganze Reihe neuer Formate präsentiert. Dazu gehörten beispielsweise die Web-First-Produktionen «Röiber und Poli» und «Experiment Schneuwly», die Schwerpunktwoche «SRF bewegt» von Radio SRF 1 und SRF 3, die SRF 3-Samstagnachmittagsendung «WochenRundShow» und im Fernsehen das Auslandmagazin «#SRFglobal», die Samstagabendshow «100% Schweizer Musik» oder die Wahlsendungen «Wahlfahrt» und «Jungwähler gesucht». Erstmals ausgestrahlt wurde zudem «Hallo SRF!», ein Live-Talk, in dem das Publikum seine Wünsche und Kritik an SRF vorbringen konnte.

2. Ausblick 2016
Gotthard-Eröffnung
Wenn am Mittwoch, 1. Juni, der Gotthard-Basistunnel mit 1200 Gästen aus dem In- und Ausland feierlich eröffnet wird, ist SRF in Pollegio live mit dabei: Höhepunkte der von Susanne Wille moderierten Sondersendung sind der offizielle Festakt und die Live-Bilder der ersten Zugfahrt durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt. Den Publikumstag am Samstag, 4. Juni, nimmt SRF zum Anlass für eine Langzeitreportage: Sabine Dahinden berichtet während siebeneinhalb Stunden aus Erstfeld, wo die ersten Passagiere in die Shuttle-Züge steigen. Im diesjährigen Sommerprojekt «Schweiz aktuell am Gotthard» wird nachvollziehbar, wie das Nadelöhr Gotthard in den letzten 500 Jahren bezwungen wurde. Reisende werden das Gotthardmassiv auf sieben verschiedene Arten in sieben ganz unterschiedlichen Geschwindigkeiten bezwingen: über Saumpfade, mit einer Postkutsche oder als Tempofahrt im neuen Tunnel.
Zur fahrplanmässigen Eröffnung des neuen Tunnels im Dezember wird SRF den zweiteiligen Spielfilm «Gotthard» über den Bau des ersten Eisenbahntunnels ausstrahlen. Der Film erzählt das Schicksal von drei jungen Menschen auf der damals grössten Baustelle der Welt. In den Hauptrollen sind Miriam Stein, Maxim Mehmet und Pasquale Aleardi zu sehen, Regie führt Urs Egger. «Gotthard» ist eine internationale Koproduktion und entstand in Zusammenarbeit mit der Zürcher Produktionsfirma Zodiac Pictures, dem ZDF und dem ORF. Die zwei Teile sind am Sonntag und Montag, 11. und 12. Dezember, jeweils um 20.05 Uhr auf SRF 1 zu sehen.
Schwerpunkte zu Energie und Dada
Der diesjährige Kulturschwerpunkt steht ganz im Zeichen des 100. Geburtstags von Dada. Vom 3. bis 14. Februar stellt «Big Dada» in Radio, TV und online dar, wie die Dada-Bewegung von der Schweiz aus die Welt erobert hat und bis heute nachhaltig prägt. Das grosse Webprojekt «Dada-Data», eine Koproduktion mit Arte, lädt mit einer Serie von sechs interaktiven Übungen, den «Dada-Hacktionen», und einem Anti-Museum, dem «Dada-Depot», dazu ein, selber aktiv zu werden. «Dada-Data» ist eine moderne Erzählung, zwischen Collage und Hyper-Text, Twitter und Manifesten, Instagram und Ready-Mades – und widmet sich unserer Gegenwart ebenso engagiert, wie damals Dada, als es den Werten seiner Epoche den Krieg erklärte.
Die Folgen eines fiktiven, acht Tage dauernden Stromausfalls in Europa zeichnet SRF 1 am Thementag «Blackout Schweiz» nach. Jedem der acht Tage wird eine Stunde gewidmet. In einer sogenannten «Fake Documentary» wird gezeigt, wie beispielsweise die Versorgung oder die Sicherheit der Bevölkerung bereits nach kurzer Zeit nicht mehr gewährleistet wären. Im Selbstversuch werden Freiwillige in den acht Tagen vor dem Thementag ohne Strom leben. Geplante Ausstrahlung des Thementags «Blackout Schweiz» ist im Winter 2016/2017.
«Radio bi de Lüt»
Fast ein Viertel der Schweizer Bevölkerung hat einen ausländischen Pass. Menschen aus der ganzen Welt sind in der Schweiz zu Hause. Radio SRF 3 gibt während einer Woche diesen Ausländerinnen und Ausländern das Wort und zeigt ihr Leben in der Schweiz. Mona Vetsch und Tom Gisler reisen durch das Land und wollen möglichst viele Menschen verschiedener Nationalitäten treffen. Was macht für sie die Schweiz aus, was schätzen sie besonders, worüber ärgern sie sich? «SRF 3 zeigt Flagge» bildet vom 4. bis 8. April das Leben unserer ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in allen Facetten ab.
Im Frühsommer, vom 9. bis 13. Mai, sendet Radio SRF Musikwelle während einer Woche aus einem Deutschschweizer Dorf. Der Sender begleitet die Menschen in ihrem Alltag und berichtet in Beiträgen und Live-Schaltungen darüber. Welches Dorf der Standort von «Dorfplatz» wird, entscheiden die Hörerinnen und Hörer im Februar in einer Publikumsabstimmung.
Neue Comedy am Freitagabend
Auf SRF 1 erhält die Schweizer Comedy-Szene am späten Freitagabend eine neue Plattform. Im Frühling kommen drei frische Formate mit kurzen Staffeln ins Programm. In «Müslüm-TV» begleitet das Publikum den Anti-Helden Müslüm beim Versuch, sich in die Schweizer Medienwelt einzuarbeiten. «Deville» ist eine Late-Night-Comedy, in der Unterhalter Dominic Deville seine Sicht auf die Schweiz und die Welt erklärt. Und in «Headhunter» begrüssen Anet Corti und Michel Gammenthaler zwei bekannte Persönlichkeiten, um sie als Anwärter auf einen neuen Job zu prüfen – mit knallharten Fragen.
Sommer mit vielen sportlichen Highlights
Der Sommer 2016 bringt gleich drei Grossereignisse. Ab 10. Juni sind alle 51 Spiele der UEFA EURO 2016™ in Frankreich live zu sehen. SRF Sport richtet den Fokus in Radio und Fernsehen ebenso wie auf srf.ch vor allem auf die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft.
26 Tage nach dem Finalspiel in Paris beginnen in Rio de Janeiro die Olympischen Sommerspiele. Ab 5. August wird SRF zwei während 17 Tagen zu einem 24-Stunden-Olympia-Kanal. Im Mittelpunkt stehen die Liveübertragungen, die von 13 Uhr bis morgens um 5 Uhr unserer Zeit programmiert sind.
Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest rundet den vielfältigen Sportsommer ab. In Estavayer-le-Lac wird am 27. und 28. August der neue Schwingerkönig gesucht. SRF zwei ist vom Anschwingen am frühen Samstagmorgen bis zum Schlussgang am Sonntagabend live dabei.

3. Nutzungsbilanz 2015
Zu jeder Tageszeit ist im Fernsehen ein SRF-Sender Marktführer: am Vorabend, Hauptabend und Spätabend SRF 1, am Tag SRF zwei. SRF 1 alleine ist in der Primetime genau gleich stark wie die nächsten sieben Konkurrenten zusammen. Fast jeder zweite Deutschschweizer Zuschauer hat 2015 täglich die «Tagesschau»-Hauptausgabe gesehen.
Die dritte Staffel der SRF-Eigenproduktion «Der Bestatter» hatte durchschnittlich über 750‘000 Zuschauerinnen und Zuschauer – und damit mehr als die ersten beiden Staffeln. Auch im Bereich Unterhaltung konnte SRF überzeugen: Im Schnitt sah über ein Drittel des Deutschschweizer Fernsehpublikums die Samstagabend-Sendungen von «Die grössten Schweizer Talente».
Auch beim jüngeren Publikum ist SRF führend: Jede Woche schalten fast acht von zehn Fernsehzuschauerinnen und -zuschauern der Altersgruppe 15 bis 29 SRF 1, SRF zwei oder SRF info ein. Die drei Fernsehkanäle erreichen auch in dieser Altersgruppe zusammen am Hauptabend 22,4 Prozent Marktanteil («Overnight»-Wert).
Der Marktanteil der sechs SRF-Radioprogramme lag 2015 bei 59,1 Prozent. Marktanteile zulegen konnten Radio SRF 3 und Radio SRF Musikwelle. Am Wahlsonntag hörten rund 1,73 Millionen die Wahlberichterstattung von Radio SRF 1. Während des Zurich Film Festivals verfolgten täglich 627‘000 Hörerinnen und Hörer auf Radio SRF 3 die Live-Berichterstattung direkt vom Sechseläutenplatz.
Radio SRF ist auch für die Jungen ein täglicher Begleiter: Über 20 Prozent aller 15- bis 24-Jährigen hören an einem durchschnittlichen Tag Radio SRF 3, jeder dritte Radiohörer und jede dritte Radiohörerin dieser Altersgruppe wählt in der informationsreichen Stunde morgens zwischen 7 und 8 Uhr Radio SRF 3. Auch die legendäre Informationssendung «Echo der Zeit» punktet beim jungen Publikum: mit täglich 13‘100 Hörerinnen und Hörern zwischen 15 und 24. Mit 13,1 Prozent ist der Marktanteil des «Echo der Zeit» in dieser Altersgruppe fast doppelt so hoch wie derjenige des stärksten Privatsenders Energy Zürich mit 6,9 Prozent.
Im Web stellt SRF Audio- und Videoinhalte in den Vordergrund und trifft damit die Bedürfnisse des Publikums: Durchschnittlich wurden 2015 in jeder Sekunde fünf Livestream- oder On-Demand-Angebote gestartet. Seit dem ersten Quartal 2015 wird das Online-Angebot von SRF mehrheitlich über mobile Endgeräte konsumiert; bis Ende Jahr kamen bereits deutlich mehr als zwei Drittel aller Zugriffe von Smartphones oder Tablets. Das Online-Angebot zu den Eidgenössischen Wahlen wurde gut genutzt: Am Wahlsonntag verzeichnete die Website srf.ch rund 800‘000, die SRF-App rund 300‘000 Besuche. Die SRF Meteo-App registrierte in den überdurchschnittlich schönen Sommermonaten Rekordwerte: Im Juli allein waren es 12,5 Millionen Besuche.