Bei Puls 4 gab es offenbar Gedankenspiele mit Michael Buchinger, einen der erfolgreichsten Youtuber des Landes, ein junges Gesicht in das Früh-Format „Café Puls“ zu holen. Wie der „Standard“ berichtet, sei Buchinger zu einer Testaufzeichnung eingeladen worden. Gegenüber HORIZONT bestätigt Puls 4, dass man gemeinsam mit Buchinger eine Rubrikidee pilotiert habe.

Buchinger, der vom Studio 71, das zu ProSiebenSat.1Puls4 gehört, vermarktet wird, hat sich die Sache nach dem Dreh aber noch einmal genau durch den Kopf gehen lassen und ist zu dem Entschluss gekommen, dass eine eigene Rubrik in „Café Puls“ nichts für ihn ist. „Ich dachte mir, im Endeffekt muss ich dann immer um vier Uhr aufstehen. Das passt so überhaupt nicht zu meinem Lebensstil“, sagte Buchinger am Donnerstag laut „Standard“ während eines Publikumsgesprächs des Wiener FH-Instituts für Journalismus und Medienmanagement.

Buchinger weiter: „Es war Sinn der Sache, die Frühstückssendung ein bisschen zu verjüngen.“ Vom Sender selbst heißt es darauf nur, dass man laufend an der Weiterentwicklung des Formats arbeite. Aber offenbar will man bei Puls 4 gut gerüstet sein, wenn Ende März der ORF mit seiner neuen Frühschiene on Air geht. Auch wenn man beim pinken Sender stehts betont, die Sache gelassen zu sehen: Der ORF könnte die Machtverhältnisse am Morgen kräftig durcheinanderwirbeln. Bislang ist „Café Puls“ Marktführer, der ORF will eben diese zurückerobern.

111.000 Abonnenten auf Youtube
Michael Buchinger selbst will anstatt einer eigenen Rubrik in „Café Puls“ lieber ein Buch schreiben, das im Frühjahr 2017 erscheinen soll. Die Einleitung habe er schon geschrieben. Was es genau in dem Werk zu lesen geben soll - unklar. Buchinger spricht nur von „einer Sammlung an lustigen Geschichten“. Der Youtuber kommt auf etwa 111.000 Abonnenten und kommt vor allem mit Tutorials, Hasslisten und Alltagsgeschichten gut beim Publikum an.