ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner hat bei der ORF-Wahl im Sommer keine Ambitionen auf den Posten des ORF-Generaldirektors und möchte lieber Fernsehdirektorin des öffentlich-rechtlichen Senders bleiben. „Ich bin gerne eine starke Fernsehdirektorin. Das kann ich“, sagte Zechner am Wochenende in einem Interview mit der Tageszeitung „Kurier“.

Gerüchte, wonach eine Gruppe von ORF-Journalisten sie gerne als Generaldirektorin haben will, bestünden ohne ihr Zutun. „Ich mache das, was ich - auch erwiesenermaßen - kann, richtig gerne. Und das ist die Fernsehdirektion. Ich lebe und atme Programm in jeglicher Hinsicht. Ich habe die ehemaligen Direktionen Programm und Information zusammengeführt, dadurch haben sich neue Perspektiven aufgetan: Heute ergänzen sich zum Beispiel ein Spielfilm, eine Doku, eine Diskussion und eine Reportage zu einem bestimmten Thema. Wir schaffen damit ein intelligentes, vielfältiges Angebot. Das macht mich glücklich. Die Generaldirektion hingegen ist nicht meines“, so die Fernsehdirektorin. Dass Zechner in einer neuen Geschäftsführung die Fernsehinformation in ihrem Direktionsbereich wieder verlieren könnte, stört sie nicht. „Ich sehe das entspannt. Auch die Unterhaltung allein - mit Film, Serie, Dokumentation, Reportage et cetera - ist ein sehr spannendes Feld.“ Im „Kurier“ wälzt die TV-Direktorin auch Ideen für eine Vorabend-Soap, ein männliches Serien-Pendant zu den „Vorstadtweibern“ und neue Comedy-Formate. Leid tut es Zechner um die „Stadlshow“. Die Sendung sei für den ORF „allein unfinanzierbar. Aber in diesem Segment bieten wir ohnedies sehr viel an.“