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Thread: WDR bangt um Werbeeinnahmen

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    WDR bangt um Werbeeinnahmen

    Ein Antrag der Landtagsfraktion von SPD und Grünen sorgt beim Westdeutschen Rundfunk für Verstimmung. Demnach sollen die Werbezeiten im Hörfunk deutlich reduziert werden. Dem öffentlich-rechtlichen Sender drohen so weitere Einbußen.

    Beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) wird es, wie auch bei vielen anderen dritten Programmen, auch im neuen Jahr ein Defizit geben. Der jüngste Plan der Politik könnte nun weitere Einbuße zur Folge haben. Die Landtagsfraktion von SPD und Grünen hat am Dienstag eine Reduzierung der Werbezeiten beschlossen, die auf dem nordrhein-westfälischen Landtag am Mittwoch zur Debatte steht.

    Für WDR-Intendant Tom Buhrow hätte eine Entscheidung pro Antrag "bittere Konsequenzen für die Medienpräsenz in unserem Bundesland." Sollte die Werbereduzierung erfolgen, würden Einbußen erneute Kürzungen nach sich ziehen, so Buhrow weiter. "Deshalb hoffe ich, dass der Antrag morgen im Landtag keine Mehrheit findet."

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    NRW: Landtag beschließt Werbereduzierung beim WDR

    Die vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) befürchtete Reduzierung der Werbung im Rundfunk ist vom Landtag Nordrhein-Westfalen beschlossen worden. Intendant Tom Buhrow kritisiert die Entscheidung als "kurzsichtig".

    Am Mittwochnachmittag beschloss der Landtag in Nordrhein-Westfalen mehrheitlich die Novellierung des WDR-Gesetzes. Auch der vom Westdeutsche Rundfunk (WDR) und der ARD-Werbung Sales & Services (AS&S) kritisierte und gefürchtete Antrag auf Reduzierung der Werbung im Radio wurde mit den Stimmen von SPD und Grünen angenommen. Aus Sicht des öffentlich-rechtlichen Senders "eine kurzsichtige Entscheidung, die ausschließlich den Interessen der Verleger und unseren kommerziellen Radio-Konkurrenten folgt", wie Tom Buhrow, Intendant des WDR, kritisiert.

    Laut Beschluss darf der WDR ab 2017 nur noch 75 Minuten, ab 2019 schließlich nur noch 60 Minuten Werbung im Radio ausstrahlen. Dieser Beschluss ist bei den öffentlich-rechtlichen Sendern bisher einzigartig und könnte ein weiteres Loch im ohnehin defizitären Finanzplan bedeuten. So könnte sich die Zahl der abzubauenden Planstellen - bisher sind bis 2020 etwa 500 Stellen geplant - weiter erhöhen. "Diese Einschnitte werden schmerzhaft sein. Deshalb werden wir sie auch sorgfältig und vertrauensvoll mit unseren Aufsichtsgremien
    beraten", versicherte Buhrow.

    Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) begrüßte dagegen die Entscheidung: "Mit der heutigen Verabschiedung des WDR-Gesetzes hat die NRW-Regierungskoalition eine wichtige Weichenstellung für eine bessere Ausgewogenheit im dualen System vorgenommen, die auch für andere Bundesländer richtungsweisend ist", erklärte Klaus Schunk, Vorsitzender des Fachbereichs Radio und Außendienste. Die Entscheidung sei ein wichtiger Beitrag zu mehr Gerechtigkeit im Wettbewerb von öffentlich-rechtlichen und privaten Radioveranstaltern, so Schunk weiter.

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