Wenn Reinhard Scolik Anfang März neuer BR-Fernsehdirektor wird, bleibt sein Stuhl im ORF leer. Wie der Sender gegenüber dem „Standard“ nun bestätigte, werde man den Posten nicht nachbesetzen. Alle Bereiche, die Scolik als Administrationschef bisher zugeordnet waren, berichten künftig direkt an ORF-Chef Alexander Wrabetz.

Scolik arbeitet derzeit beim ORF als Leiter für Strategische Planung und Administration und verantwortet auch die Personalplanung. Darüber hinaus fungiert er als Koordinator für 3sat und Arte - er hat innerhalb des ORF also eine gewichtige Position inne. Zwischen 2002 und 2006 war er unter Monika Lindner ORF-Programmdirektor.

Gegenüber dem „Standard“ sagt ORF-Sprecher Martin Biedermann: „Die Bereiche der bisherigen Hauptabteilung Planung und Administration werden teilweise umstrukturiert und berichten direkt an den Generaldirektor, die Aufgaben des Büros des Generaldirektors ändern sich nicht.“ Grund für die Nicht-Nachbesetzung von Scoliks Posten sind Kosteneinsparungen. Biedermann spricht von einer „Strukturstraffung“ sowie „massiven Einsparungen“, wie sie schon in vielen Abteilungen stattgefunden hätten.