Die APA - Austria Presse Agentur erweitert ihre Video-Services. Der Umfang der redaktionellen Bewegtbilddienste - Live-Streamings, Raw-Footage und Ready-Made-Videoclips - liegt bereits bei rund 100 Produktionen pro Monat und soll nun weiter ausgebaut werden. Zudem sind die Video-Dienste neben Text, Bild und Grafik als viertes Format nun auch in den Basisdienst der Nachrichtenagentur integriert.

Die ersten Schritte im Video-Bereich setzte die APA vor zehn Jahren, mittlerweile zählt das Medienunternehmen zu den größten heimischen Video-Produzenten im Bereich Nachrichten und Information. In den vergangenen Monaten wurde insbesondere die Live-Schiene verstärkt: Die Anzahl der Eigenproduktionen wurde stark erhöht, darüber hinaus integriert die APA über eine Kooperation nun auch vom ORF produzierte Live-Streams. Im Schnitt werden vier Events pro Woche bzw. bis zu zehn Stunden Live-Streaming angeboten. Zielgruppe für die Live-Dienste sind insbesondere die heimischen Nachrichtenportale im Web. Das Themenspektrum ist dabei breit gefächert, im Fokus stehen vor allem Pressekonferenzen aus allen Ressorts.

„Neben Text, Bild und Grafik ist Video nun das vierte integrale Format des Basisdienstes der APA. Die Kooperation mit dem ORF ist ein wichtiges Element dabei, den Anteil an hochqualitativen Bewegtbildinhalten in den APA-Diensten wesentlich zu erhöhen“, erklärte APA-Chefredakteur Michael Lang in einer Aussendung. „In der immer stärker zersplitternden Medienlandschaft ist es wichtiger denn je, zu kooperieren“, ergänzte ORF-Finanzdirektor Richard Grasl. „Der ORF geht mit dieser Zusammenarbeit mit der APA einen ersten Schritt in diese Richtung.“ Erfreut über die Kooperation und den schrittweisen Ausbau des Angebots zeigte sich auch Stefan Ströbitzer, Projektleiter für den neuen multimedialen Newsroom im ORF: „Live dabei sein, wenn etwas passiert, wird die Zukunft des Broadcastings auf allen Plattformen sein.“

Neben den Live-Services, die insbesondere für Online-Portale konzipiert sind, baut die APA aber auch ihr Portfolio an Video-Nachrichten in den Formaten Raw-Footage (tagesaktuelles Rohmaterial, insbesondere für TV-Stationen) und Ready-Made-Clips (für Online-Portale) aus. Die gesamte Produktlinie ist nun auch Teil des Basisdienstes. „Wir wollen damit die geänderten Bedürfnisse unserer Medienkunden berücksichtigen und einen noch höheren Nutzen aus unseren Diensten garantieren“, so APA-Chefredakteur Lang.

Neben Kooperationen wie jener mit dem ORF sollen auch neue Arbeitsabläufe im APA-Newsroom dafür sorgen, die erhöhten Anforderungen zu bewältigen. „Die Video-Redaktion arbeitet mit der Bild-Redaktion noch enger zusammen und verschneidet die Workflows. Zudem gibt es eine noch engere Verzahnung mit den Text-Ressorts, um die gewohnt hohe Qualität und Verlässlichkeit der APA-Dienste auch in den Bewegtbild-Services zu garantieren“, erklärte Marcus Hebein, stellvertretender Chefredakteur und Projektleiter für den Bereich Video.

Die APA zählt mittlerweile mit mehr als 1.000 Videos pro Jahr zu den größten heimischen Bewegtbild-Produzenten im tagesaktuellen Nachrichtenbereich. International werden heimische Bewegtbild-Inhalte dabei immer wieder auch von großen Nachrichtenagenturen wie Reuters oder AP übernommen, auch in großen Nachrichtensendern wie BBC oder CNN erscheinen damit Videos der APA.