„The House“ heißt eine neue eigenproduzierte Serie zum Thema Flüchtlinge des Kultursenders Arte. Für die auf sechs Episoden angelegte Produktion sei eigens ein „Writers Room“ mit einem deutsch-französischen Drehbuchteam eingerichtet worden. Es sei eine rein fiktive Serie über „die in Europa ankommenden Flüchtlinge sowie die Reaktionen der europäischen Gesellschaft darauf und die Welt hinter den Kulissen der EU-Politik und der privaten Sicherheitsindustrie“. Sie soll 2017 ins Fernsehen kommen, teilte der deutsch-französische Sender am 23. Februar mit.

Dahinter steht laut Arte das Projekt Tandem, das 2013 gegründet wurde und finanziell zu gleichen Teilen von Arte Deutschland und Arte France getragen wird. Aus der Zusammenarbeit gingen bereits Ende 2014 zwei Fernsehfilme hervor, eine französische Komödie von Gabriel Le Bomin und ein deutscher Thriller von Anna Justice zum Thema Kernenergie. „Arte will mehr denn je für europäische Serienkompetenz stehen und Vorreiter sein“, hatte Arte-Präsident Peter Boudgoust bereits auf einer Pressekonferenz zu seinem Programm am 5. Februar gesagt.

Das gemeinsame Auswahlkomitee des deutsch-französischen Serienfonds von CNC, MFG Baden-Württemberg, Medienboard Berlin-Brandenburg, FFF Bayern und Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen hat auf der Berlinale anlässlich der DramaSeriesDays die Förderung der ersten Projekte verkündet. Darunter ist auch Edward Bergers internationale Serie THE HOUSE. Das Projekt wird von Lupa Film (Felix von Boehm), Atlantique (Jimmy Desmarais, Olivier Bibas) und Port au Prince (Jan Krüger) in Koproduktion mit SWR (Manfred Hattendorf, Brigitte Dithard), Arte (Andreas Schreitmüller) und Arte France (Olivier Wotling) produziert.