Seit der ORF das Funkhaus zum Verkauf ausgeschrieben hat, wird gerätselt, was auf dem Grund in bester Innenstadtlage entstehen soll. Bis 14. März haben mehr als 30 Interessenten noch Zeit, ihre Projekte vorzustellen und ein bindendes Offert abzugeben. Als erster Bieter legt nun die IG Funkhaus ihre Pläne offen.
Klar war bisher nur, dass der Bau adaptiert und Teile davon zurückgemietet werden sollen, bis der Umbau des ORF-Zentrums fertig ist und die Außenredaktionen auf den Küniglberg übersiedeln können. Zu weiteren Details will sich der ORF nicht äußern. Gerüchten zufolge soll der Plan aber auch vorsehen, die Grünfläche hinter dem denkmalgeschützten Haus mit Wohnungen zu verbauen und separat zu verkaufen – was den Grundstückspreis in die Höhe treiben würde.
„Das haben wir auch gehört“, sagt Günther Robol. Der Wirtschaftsprüfer konzipiert das Angebot der IG Funkhaus, einer Bietergemeinschaft aus Journalisten, Prominenten, Künstlern und einer Vielzahl anderer Unterstützer. „Im Grunde haben wir dem ORF das immer angeboten. Es besteht die Möglichkeit, dort einige Tausend Quadratmeter an Wohnungen zu schaffen, nicht nur im Funkhaus, sondern auch dahinter und davor, bis zur Straße hin. Wir sind für all diese Pläne offen. Im Gegenzug *wollen wir, dass das Funkhaus seine kulturelle Funktion behält und weiter öffentlich genutzt werden kann.“ Man werde dem ORF aber keinerlei *Vorschriften machen, wie es mit Ö1 weitergehen soll, und wolle keinen Gewinn machen: Das sei eine Win-win-Situation für alle.
Der Baustopp, den der Gemeinderat für das Areal verhängt hat, um innerhalb von drei Jahren eine neue Flächenwidmung vorzunehmen, hält Robol für kein Hindernis. „Ich glaube, diese Maßnahme ist eher symbolischer Natur. Für Investoren ist das kein Thema.“




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