High Dynamic Range verspricht bessere Farben, bessere Helligkeit, bessere Kontraste und mehr sichtbare Details. Während es mit bisherigen Bildstandards, egal ob SD, HD oder UHD, beispielsweise nicht möglich war, Sonnenlichtaufnahmen heller zu gestalten als weiße Flächen, bietet HDR das Potenzial, durch den größeren Dynamikspielraum Lichtquellen um ein Vielfaches realistischer darzustellen. Doch damit diese Ansprüche erfüllt werden können, müssen Filmstudios ihre teilweise jahrzehntealten Aufnahmen (z.B. auf 35-mm-Film) neu bearbeiten, in digitaler Form neu abspeichern und am Ende der Kette muss ein passender HDR-TV den Mehrwert der Informationen in sichtbares Licht wandeln.

Der große Vorteil für die Filmstudios: Ist dieser Aufwand erst einmal gemeistert, kann das HDR-Material nicht nur für Kinos, sondern auch für die UHD Blu-ray genutzt werden, denn erstmals liefert ein Filmdatenträger für das Wohnzimmerkino ähnliche Voraussetzungen wie die abgespielten Daten im Kino. Für die Ultra HD Blu-ray gilt: Der effektive Farbumfang der ersten Filmveröffentlichungen entspricht der Kinonorm DCI P3 (bislang Rec. 709, knapp 75 Prozent DCI), es können mehr als 1000 Abstufungen pro Farbkanal wiedergegeben werden (bislang knapp 250 Abstufungen), hellste Details erstrahlen mit 1000 Nits (bislang 100 Nits aufseiten der Produktion) und in dunklen sowie hellen Bildbereichen sind, je nach künstlerischer Intention, mehr Details als bislang erkennbar.