Erst Ende Februar hat Vice in den USA und Kanada seinen eigenen TV-Sender Viceland gestartet und zeigt seither laut eigenen Angaben hunderte Stunden an Eigenproduktionen, darunter Formate wie „Gaycation“ mit Ellen Page und Ian Daniel, „Noisey“, „Weediguette“ und „Balls Deep“. Nun hat der Medienkonzern angekündigt, dass man mit dem Kanal expandieren will. Viceland soll demnach bereits im kommenden September in Großbritannien und Irland an den Start gehen. Auf der Insel werden Kunden von Sky und Now TV Viceland sehen können.
Bei einem Screening in dieser Woche wurde das Viceland-Format „Gaycation“ auch in Wien vorgestellt. Ellen Page und Ian Daniel bereisen darin verschiedene Länder und berichten über die LGBT-Community in diesen Ländern. Bei der Vorstellung des Formats kündigte Vice-Austria-Herausgeber Stefan Häckel bereits den Start von Viceland in Großbritannien an und sagte zudem, dass der Sender danach auch in weiteren europäischen Ländern starten soll. Frühestens 2017 soll es demnach auch in Österreich und Deutschland losgehen. Man sei derzeit in Gesprächen mit möglichen Partnern, weitere Infos gibt es derzeit noch nicht. Erst im Dezember kündigte Vice an, auch ins österreichische TV zu wollen. Auch dafür sucht man derzeit einen Partner.
Neues Vice-Frauenangebot kommt
Schon etwas früher geht im deutschsprachigen Raum ein anderes Vice-Projekt online: Mit Broadly startet am 17. März sowohl in Österreich als auch in Deutschland ein neues Angebot für Frauen. Aus der typischen Vice-Sicht soll es dort alles über Themen wie Gesellschaft, Feminismus, Karriere, Sex, Politik und Kultur zu lesen geben. Managing Editor für das Österreich-Angebot wird Verena Bogner, die seit 2014 Redakteurin bei Vice Alps ist. Chefredakteurin für den deutschsprachigen Raum wird Lisa Ludwig, die in Berlin sitzt.
In den USA hat sich Broadly bereits etabliert
Verena Bogner, Managing Editor von Broadly in Österreich, sagt: „Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein Großteil der selbsternannten Frauenmagazine uns jungen Frauen aus sicherer Distanz und von oben herab zu erklären versucht, wie wir zu sein und was wir zu mögen haben, um uns in der Welt zurecht zu finden. Sie geben pauschalisierte Tipps zur Selbstoptimierung und übersehen dabei völlig, dass wir als starke Frauen längst keine Anleitungen zum Frausein in einer männerdominierten Gesellschaft mehr brauchen.“ Frauen bräuchten daher ein Medium, das das festgefahrene Spektrum der Frauenthemen aufbreche. In den USA ist Broadly bereits seit dem vergangenen Jahr online und erreicht dort nach eigenen Angaben jeden Monat mehr als 4,5 Millionen Unique Visitors.




Reply With Quote