Dieser Streit war vorprogrammiert: Dem ORF drohen aufgrund des Namens seines neuen Früh-Formats, „Guten Morgen Österreich“, rechtliche Probleme. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „News“. Hintergrund: Der private Radiosender Kronehit hat bereits seit 15 Jahren eine Sendung im Programm, die ebenfalls so heißt, seit 2001 ist der Name zudem als Wortmarke geschützt. Kronehit-Chef Ernst Swoboda ortet laut „News“ ein ganz bewusstes Foul des ORF, er erwarte sich daher eine finanzielle Entschädigung für die Nutzung der Markenrechte. Sollte es keine außergerichtliche Einigung geben, könnte das ganze wohl auch vor Gericht gehen. Swoboda scheint davor jedenfalls keine Angst zu haben. Im Raum stehe eine Einstweilige Verfügung gegen die Verwendung des Namens „Guten Morgen Österreich“ durch den ORF.
Swoboda: „Ich kann mir beim ORF alles vorstellen“
Gegenüber der APA sagt Swoboda, dass er „überrascht und befremdet“ über das Vorgehen des ORF sei. Eine bewusste Verletzung der Markenrechte will der Kronehit-Chef dem ORF nicht unterstellen, sagt aber zugleich: „Ich kann mir beim ORF alles vorstellen. Dem ORF ist die private Konkurrenz ja wurscht, weil dort ohnehin alles aus öffentlichen Mitteln finanziert wird. Das ganze ist jedenfalls eine Sorglosigkeit sondergleichen. Bei einem so großen Projekt muss man das schon abchecken.“
Beim ORF ist man anderer Meinung
Beim ORF reagiert man gelassen auf die Vorwürfe des Radiosenders. „Nach – auch extern geprüfter – Rechtsmeinung des ORF erfolgt durch die Verwendung des Titels 'Guten Morgen Österreich' kein Eingriff in fremde Kennzeichenrechte“, sagt ORF-Kommunikationschef Martin Biedermann. Einer möglichen Klage sehe man daher gelassen entgegen.




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