Dass David Schalko nach „Braunschlag“ und „Altes Geld“ an einem neuen TV-Projekt arbeitet, ist schon seit einiger Zeit bekannt. Nun hat er am Montag vor Journalisten erstmals Details über das neue Projekt verraten. So arbeite er derzeit mit seiner Ehefrau, der Filmeditorin Evi Romen, an einer Adaption von Fritz Langs Filmklassiker „M - Eine Stadt sucht einen Mörder“. Geplant sei eine Neuauflage als Dreiteiler. „Da muss man noch schauen, ob das finanziert wird“, so Schalko.

Das Original aus dem Jahr 1931 zählt zu den bedeutendsten Werken des deutschen Films, in der Internet Movie Database (IMDb) kommt der Streifen auf ein Rating von 8,4 Punkten. Der Film zähle zu seinen Lieblingswerken, so Schalko, der sich der Fallhöhe des Projektes bewusst ist - „weil einen das Feuilleton eh schon vorher hasst und angreift“, so der Regisseur gegenüber der APA. Anders als im Original soll Schalkos Adaption aber nicht in Berlin, sondern in Wien spielen.

In „M - Eine Stadt sucht einen Mörder“ geht es um einen psychopathischen Triebtäter, der nach dem Versagen der Polizei von der Unterwelt gejagt wird. Schalko: „Ich finde es sehr zeitgemäß, diese Mobilisierung von Städten und diese leise Etablierung von Faschismus, die da stattfindet in Zusammenhang mit Einschränkung von Bürgerrechten, Überwachung, etc. Das ist eigentlich das Thema des Films für mich und macht dann auch als Remake Sinn, weil man vergleicht, wie das 1931 war und wie das jetzt ist.“

Gleichzeitig dreht Schalko derzeit einen neuen ORF-„Landkrimi“ - den bereits achten seiner Art. In „Höhenstraße“, so heißt der Streifen, spielen Nicholas Ofczarek und Raimund Wallisch zwei falsche Polizisten, die Passanten abzocken. „Ich will jetzt nicht spoilern, aber: Das geht vielleicht auch nicht gut aus“, so Schalko gegenüber der APA. Die Dreharbeiten laufen seit Mitte April und sind noch bis Mitte Mai geplant. Gezeigt wird der „Landkrimi“ im ORF dann voraussichtlich zum Jahreswechsel.