Am Samstag, 7. Mai 2016, zeigt SRF 1 um 20.10 Uhr die «Schweizer Comedy-Legenden». Walter Andreas Müller beginnt seine Komikerbesuche am Hechtplatz in Zürich bei einem Auftritt von Clown Dimitri und endet bei Walter Roderer mit dessen berühmter Bassgeige. Dazwischen trifft er auf Bluesmax, Hanna Scheuring alias «Vreni» aus «Fascht e Familie» und die zwei Generationen der Künstlerfamilie Keiser. Anschliessend, um 21.15 Uhr, ist «Sechs Minuten», eine Art «aufgepimptes Theater im Theater» von und mit Ursus & Nadeschkin zu sehen. Nach sechs Minuten ist die Show zu Ende – und es beginnt ein hintersinniges Stück über die Hektik der Entschleunigung, die Sichtbarkeit rauchender Affen und den Unterschied zwischen Kunst und Sauerei. Ursus & Nadeschkin verblüffen einmal mehr mit pseudophilosophischem Tiefgang.
20.10 Uhr: «Schweizer Comedy-Legenden»
Die Zeitreise von Walter Andreas Müllers Besuchen bei Schweizer Komikerlegenden beginnt im Theater am Hechtplatz in Zürich, wo vor 50 Jahren ein junger Clown namens Dimitri für Furore sorgte. Nur wenige hundert Meter weiter, oberhalb des Theaters am Hechtplatz, am Rand des Niederdorfs, hat auch ein gewisser Werner Widmer sein erstes Publikum gefunden. Der unter dem Namen Bluesmax bekannt gewordene Komiker ist inzwischen allein auf der Bühne des Restaurants Weisser Wind über hundert Mal aufgetreten. 99 Episoden hat es von «Fascht e Familie» gegeben, der wohl erfolgreichsten Sitcom im Schweizer Fernsehen. Hanna «Vreni» Scheuring erinnert sich und kommentiert ihre Lieblingsfolge.
Ein Ausschnitt aus «Holiday in Switzerland» erinnert an ein fast vergessenes Ruhmesblatt, als die Fernsehparodie auf den Tourismus in der Schweiz mit der Goldenen Rose ausgezeichnet wurde. Cés Keiser und Margrit Läubli brillieren in einer ihrer grossen Nummern, und Sohn Lorenz Keiser beweist mit einem Sketch aus seinem letzten Bühnenprogramm, dass der Apfel nicht weit vom Stamm gefallen ist. Schliesslich richtet Walter Roderer als Amateurmusiker auf der Suche nach einer neuen Bassgeige ein heilloses Durcheinander an.
21.15 Uhr: «Ursus & Nadeschkin – Sechs Minuten»
Mit Brecht-Zitaten sowie reizvoll und unverständlich geführten Wortgefechten nehmen Ursus & Nadeschkin die Mechanik des heutigen Showbusiness aufs Korn und persiflieren dabei eine ganze Epoche – eine einmalige Mischung aus Clownerie und Comedy. Die grosse Kunst der beiden besteht darin, ihr Publikum mit auf eine Reise mitnehmen, die eigentlich keinen Sinn macht, aber beglückt, weil man für einen Abend miteinander unterwegs ist.
Das neue Bühnenprogramm von Ursus & Nadeschkin – in der Regie von Tom Ryser – startet fulminant, atemberaubend, spektakulär – und ist schneller zu Ende, als einem lieb ist. Der Vorhang fällt, und die Vorstellung beginnt dann, wenn man alles oder nichts mehr erwartet, ein Abend voller Wendungen, skurriler Ein- und Reinfälle. Es ist ein Gang zwischen absurd genialem oder einfach nur völlig verrücktem Humor.




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