Der von Red Bull gegründete, österreichische Privatfernsehsender „Servus TV“, stellt seinen Sendebetrieb ein. Das teilte der Sender, mit Sitz in Wals-Siezenheim im Bundesland Salzburg, am 3. Mai mit. Servus TV wurde im Jahr 2009 als Sender mit hohem Anspruch an Qualität und Unterhaltung gestartet und ging aus dem Vorgängerkanal „SalzburgTV“ hervor. Auch in Deutschland waren die Programme zu sehen. Die Zuständigen legten großen Wert auf den Alpenraum. „Servus TV“ wurde schnell für seine aufwendigen und kostspieligen Wissenschafts- und Naturdokumentationen bekannt.
Ziel von Mateschitz soll es gewesen sein, einen Sender mit hohem qualitativen Anspruch ohne Quotendruck wachsen zu lassen. So blieb das Programm aber bis heute fast unter der Wahrnehmungsgrenze, was die Zuschauerzahlen anging. Da halfen auch die Sportrechte, etwa der Deutschen Eishockey Liga (DEL), moderiert von Holger Speckhahn, nicht.
„Obwohl wir Jahr für Jahr einen nahezu dreistelligen Millionenbetrag in Servus TV investiert haben, lässt sieben Jahre nach Einführung die aktuelle Markt- und Wettbewerbssituation keine wirklich positive Entwicklung erwarten. Der Sender ist daher für unser Unternehmen wirtschaftlich untragbar geworden.“, hieß es in einer Mitteilung des Senders. „Wir haben uns der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Geschäftsmannes entsprechend entschlossen, den Betrieb von Servus TV einzustellen.“ Erst vor drei Wochen gab es intern große Personalrochaden, um den Sender neu aufzustellen. „Die Veränderungen am globalen Medienmarkt bestärken uns in dieser Entscheidung, weil digitale Angebote die klassischen, linearen Programme verdrängen.“, erklärte der Sender seinen Misserfolg. Das erfolgreiche Printmagazin Servus in Stadt und Land sei von dieser Maßnahme nicht betroffen, hieß es abschließend.
Der gebürtige Steirer Mateschitz schuf mit „Red Bull“ ein weltweites Getränkeimperium. Die Koffeinbrause ist in mehr als 160 Ländern erhältlich und gilt als wertvollste Marke Österreichs. Red Bull ist bekannt für geschickte Marketing-Aktionen und dem Sponsoring von unzähligen Sportarten. Neben Fußballvereinen besitzt Mateschitz auch ein erfolgreiches Formel-1-Team.
Abschalttermin offen – Sendebetrieb läuft weiter
Wann das endgültige „Aus“ folge, blieb unterdessen offen. Der Sendebetrieb werde bis auf weiteres uneingeschränkt weiter laufen. „Den genauen Zeitplan werden wir professionell und gemeinsam mit unseren Mitarbeitern und Partnern erarbeiten. Bis dahin wird der Sendebetrieb uneingeschränkt weiter laufen“, teilte der Sender auf Anfrage gegenüber InfoDigital mit.




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