Der ORF bzw. seine Tochterfirma ORF-Mediaservice startet heute mit seiner Start-up-Initiative, dem futurelab.261. „Der ORF will mit der Start-Up-Offensive Innovation forcieren, das Unternehmen durch externe Ideen inspirieren und vom Know-How der Start-ups profitieren. Mein Ziel ist, durch diese Innovationen den ORF zukunftsfit zu machen“, sagt Richard Grasl, Kaufmännischer Direktor des ORF. Außerdem soll ein eigener Start-up-Campus im ORF-Zentrum eingerichtet werden, in dem Jungfirmen nicht nur Bürofläche, sondern auch Schulungen (z.B. zu Marketing, Verkauf, Steuerrecht, IP-Protection oder Öffentlichkeitsarbeit) bekommen.

Pro Jahr will der ORF mit fünf Start-ups aus den Bereichen Medien, Information, Kultur, Edutech, Soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit kooperieren - „insbesondere jene, die zum Bildungsauftrag und der öffentlich rechtlichen Verantwortung passen“, so Grasl.

Media4Equity-Modell

Mit zwei Start-ups hat der ORF bereits Verträge abgeschlossen: Updatemi (mobile Short-News) und Greetzly (Video-Grußbotschaften von Stars), mit weiteren zwei sollen demnächst Deals abgeschlossen werden. Die ORF-Mediaservice GmbH beteiligt sich zum einen via Media4Equity an Start-ups: Gegen Firmenanteile bekommt die Jungfirma Werbung in TV und Online (es werden nicht verkaufte Restplätze zu einem günstigen Start-up-Rabatt vergeben). Zum anderen wird manchmal auch ein kleiner Cash-Anteil investiert. Dieser soll aus den kommerziellen Einnahmen des ORF oder von Partnerunternehmen stammen. Es wird betont, dass dass es sich dabei nicht um Gebührengelder handelt.

Grasl betont auch das Angebot an andere österreichische Medienhäuser, mit der Initiative zu kooperieren. Bereits im Rahmen der Medientage 2015 lud er VÖZ und VÖP zum Schulterschluss in Start-up-Themen ein.

„Es reicht uns nicht, uns an einem Start-up zu beteiligen, sondern wir wollen deren Innovationen nutzen und ihnen beim Wachsen helfen“, so Grasl. „Das bedeutet, dass jedes Start-up bei uns am Campus nicht nur ein Büro und die notwendige Infrastruktur sondern auch die entsprechende Ausbildung, die man als Unternehmer benötigt, bekommt.“