Im ORF-Fernsehsommer präsentiert „Universum“ ab 19. Juli 2016 jeweils Dienstag um 20.15 Uhr in ORF 2 faszinierende Naturschauplätze in Europa, Afrika und Südamerika – in sieben spektakulären Dokumentationen in Kinofilmlänge ergründet „Universum“ die Rätsel des Mittelmeers von Gibraltar bis Griechenland, macht die Bedeutung der Wassersysteme des Sambesi und des Kongo deutlich, führt vom Olympia-„Land der Extreme“ Brasilien ins „Wilde Spanien“ und „Geheimnisvolle Baltikum“ und mit „Österreich – Land der grünen Grenzen“ in die eindrucksvollsten und gegensätzlichsten Grenzregionen unseres Landes.
Die einzelnen „Universum“-Dokus im Überblick:
„Expedition Mittelmeer – Von Gibraltar bis Griechenland“
Dienstag, 19. Juli, 20.15 Uhr, ORF 2
Die Entstehung des Mittelmeers, seine Tierwelt und die Spuren, die der Mensch über Jahrtausende hier hinterlassen hat, sind immer noch voller Geheimnisse. Einige davon lüftet die „Universum“-Dokumentation „Expedition Mittelmeer“ von Florian Guthknecht und Angela Graas-Castor. Für dieses 90-Minuten-Special machten sich zwei Filmteams auf den Weg – eines zu Land, das andere zu Wasser –, um die Rätsel des Mittelmeers zu ergründen. Begonnen hat die Reise ganz im Westen, in Gibraltar, ihr Ende findet sie ganz im Osten, in Griechenland. Dazwischen liegen wundersame Welten und Wesen – über und unter Wasser. „Obwohl ich seit fast 20 Jahren Unterwasserfilme mache, war mir nicht bewusst, wie groß der Wal- und Delfinbestand hier tatsächlich ist“, sagt Regisseur Florian Guthknecht. Die Koproduktion von ORF, BR und ARTE präsentiert nicht nur faszinierende Bilder tierischen Verhaltens und malerische Landstriche, sondern beleuchtet auch die Realität von Naturfrevel und Artenschwund.
„Sambesi – Der donnernde Fluss“
Dienstag, 26. Juli, 20.15 Uhr, ORF 2
Mit Michael Schlambergers mehrfach ausgezeichneter Dokumentation „Sambesi – Der donnernde Fluss“ zeigt „Universum“ ein bildgewaltiges filmisches Porträt des viertlängsten Flusses in Afrika, der die prächtigsten Ökosysteme des afrikanischen Kontinents verbindet und einen Blick auf alle klassischen Tierarten Afrikas erlaubt. Mit großem Aufwand haben Regisseur Michael Schlamberger und sein Team die vielen Gesichter des Sambesi dokumentiert. Von einem schmalen Rinnsal verwandelt er sich schon nach wenigen hundert Kilometern in einen mächtigen Strom. Im offenen Grasland von Liuwa wird der Fluss von kleineren Zuflüssen und den Wassermassen der Regenzeit gespeist und erreicht stellenweise eine Breite von bis zu 25 Kilometern. An seinen Ufern blüht und gedeiht Leben; Tierherden ziehen zu Tausenden in das Überschwemmungsgebiet, um dort ihre Jungen aufzuziehen. Der Film – eine Koproduktion von ORF, der Grazer Filmproduktion ScienceVision, NDR Naturfilm, WDR, ARTE, National Geographic Channel US und National Geographic Channels International – zeigt den Fluss von der Quelle bis zur Mündung – inklusive jener Teile der Fließstrecke, die bisher so gut wie unbekannt waren.
„Brasilien – Land der Extreme“
Dienstag, 2. August, 20.15 Uhr, ORF 2
Brasilien, das wilde Herz Südamerikas, beherbergt mehr Arten von Lebewesen als jedes andere Land unserer Erde. Die Heimat faszinierender Tiere und Pflanzen ist ein Land der Extreme – geprägt von der längsten Gebirgskette der Welt, den Anden, ist das Klima ein komplexes System saisonaler Zyklen, deren Auswirkungen an Radikalität kaum zu überbieten sind. Um hier zu überleben, müssen Tiere von Geburt an lernen, sich anzupassen. Dabei stehen Nasenbären, Kapuzineraffen und Riesenotter ebenso wie ihre Beutegreifer Jaguar und Alligator vor beinahe unüberwindbaren Hindernissen. Wenige Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro nimmt die BBC-Dokumentation von Adam White und Joe Stevens die Zuseherinnen und Zuseher in einem 100-Minuten-Special mit auf eine faszinierende Reise in eines der erstaunlichsten Ökosysteme unserer Erde. Der Film zeigt die alltäglichen Herausforderungen im „Land der Extreme“. Von den Wassermassen des Monsuns bis zum übermächtigen Flammenmeer dokumentiert „Universum“ den dramatischen Wechsel der Jahreszeiten und die bewundernswerte Anpassungsfähigkeit der Lebewesen in einem Land, das wie kaum ein anderes von Superlativen gekennzeichnet ist.
„Österreich – Land der grünen Grenzen“
Dienstag, 9. August, 20.15 Uhr, ORF 2
Weite Ebenen und enge Gebirgsschluchten, raue Felsgrate und sanfte Hügel, tosende Flüsse und stille Seen. Viel unterschiedlicher können Naturräume nicht sein, trotzdem fügen sich diese Landschaften manchmal zu einem zusammengehörigen Ganzen – zum Beispiel zu jener Linie, die Österreich umgibt und als eigenständigen Staat definiert: zu Österreichs Grenze. Gernot Lerchers 90-minütige „Universum“-Dokumentation führt in die eindrucksvollsten und gegensätzlichsten Grenzregionen unseres Landes. Manche davon sind laut und stark frequentiert, andere ruhig und vergessen – und diese zählen mitunter zu den spektakulärsten Naturlandschaften in ganz Mitteleuropa: wie der Neusiedler See, die March-Thaya-Auen, die Karnischen Alpen, die hochalpine Region rund um den Piz Buin, der Bodensee oder die Almen im salzburgisch-bayrischen Grenzgebiet. Der Film entstand als Koproduktion von ORF, Interspot Film und BMBF, gefördert von Fernsehfonds Austria, Cinestyria, Land Niederösterreich, Land Vorarlberg, Land Oberösterreich, Burgenland Tourismus, Land Salzburg, Land Kärnten und Cine Tirol.
„Wildes Spanien“
Dienstag, 16. August, 20.15 Uhr, ORF 2
Überall dort, wo Spanien nach wie vor wild und naturbelassen ist, müssen sich Tiere – und auch Menschen – sehr ursprünglichen Herausforderungen stellen: Für den Muschelsammler an der schroffen Küste Galiciens ist die Brandung ebenso gefährlich wie für das Bärenjunge im Kantabrischen Gebirge die Felshänge. Vom Baskenland im Osten des Landes bis nach Galicien im Westen, von der Atlantikküste im Norden bis zur Extremadura im Landesinneren zeigt dieser 100-minütige filmische Streifzug von Bernhard Rübe – eine Koproduktion von NDR-Naturfilm und ORF – Bekanntes wie Weißstorch oder Wiedehopf und weniger Bekanntes wie die geheimnisvolle Ginsterkatze.
„Geheimnisvolles Baltikum – Wälder, Moore, wilde Küsten“
Dienstag, 23. August, 20.15 Uhr, ORF 2
Im Nordosten Europas, dort wo die Ostsee „Westsee“ heißt, liegen die drei Länder Estland, Lettland und Litauen. Die 100-minütige „Universum“-Dokumentation von Christoph und Almut Hauschild führt in die entlegenen Moorwälder im europäischen Nordosten, die vom Menschen seit Jahrhunderten zwar genutzt wurden, aber dennoch naturnah geblieben sind. Die eindrucksvollen Flugaufnahmen geben ein Gefühl für die Weite und Einsamkeit der baltischen Wälder; die extremen Zeitlupen von Luchs, Bär oder Prachtlibelle gewähren Einblicke in die Welt ihrer tierischen Bewohner. Einfühlsam porträtiert Tierfilmer Christoph Hauschild in der Koproduktion von NDR-Naturfilm, ORF, ARTE und BR die stillen Regionen im Nordosten Europas und gibt seltene Einblicke in eine Natur, die man anderenorts bereits nicht mehr kennt.
„Mythos Kongo“
Dienstag, 30. August, 20.15 Uhr, ORF 2
Der Kongo entspringt in mehreren kleinen Quellgewässern im Norden Sambias und wird auf seinem Weg zum Atlantik – gemessen an seinen Wassermassen – zum zweitgrößten und tiefsten Fluss der Erde. Für die Einheimischen ist der Kongo der „Fluss, der alle Flüsse verschluckt“. Die 100-minütige Koproduktion von NDR Naturfilm, ORF, ARTE, WDR und National Geographic Wild gibt spektakuläre Einblicke ins dichte Dschungel-Herz Afrikas. Thomas Behrends Film nimmt das TV-Publikum mit auf eine spannende Reise in eine der geheimnisvollsten und gefährlichsten Regionen unserer Erde und macht die Bedeutung dieses Wassersystems für das riesige Gebiet Zentralafrikas deutlich.




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