Von allen Problemen, die der ORF derzeit zu lösen hat, ist ORF eins vielleicht mit das größte. Sehr regelmäßig wird der Sender für seinen hohen Anteil an US-Sitcoms und den wenigen Eigenproduktionen kritisiert. Alexander Wrabetz will das ändern, wenn er im August die Wahl zum Generaldirektor gewinnt. Im Interview mit der APA hat er nun angekündigt, in Zukunft zehn Millionen Euro mehr in den Sender investieren zu wollen. „Wir wollen mit Vertretern der Millennial-Generation, mit österreichischen Jugendlichen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, gemeinsam an Projekten arbeiten. In Skandinavien wurden mit solchen Jugend-Labs eine Reihe neuer Formate entwickelt“, sagt Wrabetz.
Bereits klar war bereits, dass der ORF-Chef auch Ö1 und ORF III stärken will. Im großen HORIZONT-Interview kündigte Wrabetz erst am Mittwoch an, dass man für Ö1 ein Sonderbudget in Höhe von 500.000 Euro beschlossen habe. „Damit werden wir einen neuen Auftritt für Ö1 gestalten, vom Senderdesign bis hin zu Off-air-Auftritten. Dann werden wir die zweite Phase einer Schema*reform im Herbst beschließen. Wir werden verstärkt auf die Informationskompetenz setzen – also auf die Journale.“
Ebenfalls mehr Geld erhält ORF III. Heuer wurde das Budget des kleinen Kultursenders auf 13 Millionen Euro angehoben, im Laufe der nächsten drei Jahre soll es sogar bis auf 20 Millionen Euro steigen. Das verriet Wrabetz bereits Mitte Mai. Für Herbst sei auf ORF III noch der Start eines Wissenschaftsmagazins geplant, nächstes Jahr soll dann ein Wirtschaftsmagazin folgen, so der ORF-Chef gegenüber der APA.




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