Seit Freitagabend sind die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro in vollem Gange. In der Nacht von Sonntag auf Montag gab es eine kurze Schrecksekunde für alle Mitarbeiter von TV-Stationen, die derzeit in Brasilien vor Ort sind. Im internationalen Sendezentrum gab es zunächst einen Feueralarm, weshalb alle Menschen, die dort arbeiteten, evakuiert werden mussten.

Das hatte dann auch Auswirkungen auf den TV-Betrieb einiger Stationen: Das ZDF musste etwa vorübergehend die Übertragung aus Rio einstellen. Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein verwies die Zuschauer noch kurz auf den Feueralarm und verabschiedete sich mit dem Satz, man sehe sich hoffentlich in Kürze wieder. Das ZDF nahm daraufhin kurzerhand eine Folge der Krimiserie „Inspector Barnaby“ ins Programm. Doch schon 15 Minuten später wurde die Folge beendet und das ZDF konnte wieder nach Rio schalten - Fehlalarm.

„Ob das jetzt ein echter Alarm, ein Fehlalarm oder ein falsch verstandener Alarm war - wir wissen es nicht genau. Aber wenn so eine Meldung kommt, dann ist man in Zeiten wie diesen natürlich übervorsichtig“, sagte Müller-Hohenstein, als sie wieder auf Sendung war.

Andere Sender dagegen hatten weniger Probleme durch den Fehlalarm. Die BBC sendete in der Nacht ebenso weiter wie der ORF. Auf HORIZONT-Nachfrage teilt ein ORF-Sprecher mit: „Auch unsere Kolleginnen und Kollegen mussten ihr Büro räumen.“ Im Gegensatz zum ZDF habe man aber weitersenden können, „weil die Mannschaft in Wien die Abwicklung übernommen hat.“