Eine Ariane 5 Trägerrakete ist am 24. August vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guayana) gestartet und hat die beiden Telekommunikationssatelliten Intelsat-33e und Intelsat-36 erfolgreich in ihren geostationären Transferorbit befördert. Die Ariane 5 ECA brachte um 22.16 Uhr GMT (19.16Uhr Lokalzeit) insgesamt 10.735 kg Masse (davon 9.853 kg für die Satelliten) in den Orbit und übertraf damit den beim vorherigen Ariane-5-ECA-Flug am 18. Juni 2016 aufgestellten Nutzlastrekord von 10.730 kg.

INTELSAT 33e

Der mit 20 C-Band und 249 Ku-Band bestückte Orbiter 33e von Intelsat soll auf der Orbitalposition 60° Ost für die nächsten 15 Jahre für Kommunikationsdienste der nächsten Generation sowie mobiler Kommunikation in Europa, dem Mittleren Osten, Afrika und dem asiatischen Pazifikregionen zur Verfügung stehen. Der Satellit basiert auf der Plattform „Boing-702 MP“ und hat eine Spannweite von 7.9 m x 3,8 m x 3,2 m.

INTELSAT 36

Der neue Intelsat Orbiter INTELSAT 36 ist mit 34 Ku-Band-Transpondern sowie 10 C-Band Transpondern bestückt. Der Weltraumapparat steht künftig auf der Position 68,5° Ost für die Sub-Sahara Afrika und Südasien für Kommunikationsdienste bereit. INTELSAT 36 wurde von SSL (Space Systems/Loral) auf Basis der 1300 Bus Plattform gebaut. Der Satellit hat eine Spannweite von 5,2 m x 3,1 m x 3,4 m.

„Eine Steigerung des vorherigen Nutzlastrekordes um einige wenige Kilo (plus fünf Kilo) mag zwar unerheblich klingen. Doch tatsächlich ist diese Steigerung ein Symbol für das konstante Engagement unserer Teams im Namen unserer Kunden die Leistung und Wettbewerbsfähigkeit der Ariane 5 kontinuierlich zu verbessern. Damit hat die Ariane 5 ECA ihre extreme Zuverlässigkeit einmal mehr unter Beweis gestellt“, erklärt Alain Charmeau, CEO von Airbus Safran Launchers. „Anlässlich dieses erneuten Erfolgs möchte ich mich bei Arianespace, ESA und CNES für ihre Unterstützung und ihr Vertrauen bedanken.“

Airbus Safran Launchers ist Hauptauftragnehmer der Ariane-5-Trägerraketen. Das Unternehmen koordiniert ein Netzwerk von mehr als 550 Industriepartnern (über 100 davon sind kleine und mittelständische Unternehmen) in zwölf europäischen Ländern. Airbus Safran Launchers koordiniert die gesamte Lieferkette von der Produktion der Trägerrakete bis hin zur abschließenden Konfiguration durch die Bereitstellung der Missionsflugsoftware. Diese Kette umfasst Ausrüstung und Strukturen, Triebwerksfertigung, Integration der einzelnen Stufen sowie die Integration der Trägerrakete in Französisch-Guayana.

Die Trägerrakete Ariane 5 ist das Aushängeschild für europäisches Know-how und zählt zu den umfassendsten und ehrgeizigsten Raumfahrtprogrammen der Welt. Die Ariane 5 zeichnet sich durch enorme Flexibilität aus: Sie ermöglicht den Transport von schweren Nutzlasten in den niedrigen Erdorbit, von zwei Satelliten in den geostationären Transferorbit, von Einzelsatelliten mit optimierter Lebenszeit oder von mehreren Satelliten in einen mittleren Orbit.

Airbus Safran Launchers ist zudem Hauptauftragnehmer für die künftige europäische Trägerrakete Ariane 6, deren Erstflug im Jahr 2020 erfolgen soll. Sie soll um das Jahr 2023 die Ariane 5 ersetzen.

Kennzahlen des Ariane-Flugs Nr. 232

  • 87. Ariane-5-Start
  • 57. Trägerrakete des Typs Ariane 5 ECA
  • 10. Ariane-5-Start unter der Hauptauftragnehmerschaft von Airbus Safran Launchers
  • 61. erfolgreicher Start eines Trägers mit Vulcain®2-Triebwerk in Folge
  • 130. erfolgreicher Start eines Trägers mit HM7B-Triebwerk in Folge