Martin Balluch ist der wohl bekannteste Tierrechts-Aktivist Österreichs. Am Montag, den 29. August spricht der studierte Astrophysiker mit Roland Düringer in der PULS 4-Sendung "Gültige Stimme" nicht nur über sehr persönliche Erlebnisse im Rahmen des Tierschützerprozesses, sondern erzählt auch, warum er von Bildungsministerin Sonja Hammerschmid, damals Rektorin an der Veterinärmedizinsichen Uni Wien, ein lebenslanges Redeverbot an der Uni erhielt.

Im Zuge des Tierschützerprozesses seinen Polizei-Spitzel in seinen Verein VGT eingeschleust, Büros und Wohnungen überwacht, Mikrophone installiert und Autos mit GPS-Sender versehen worden: "Je weniger sie gefunden haben, desto verdächtiger wurden wir. Bis sie dann mit Maschinengewehren über unserer Geburtstagsfeier sitzen. Man denkt dann: Ein Champagnerkorken springt und die schießen uns tot."

Aufgrund kritischer Äußerungen habe Balluch auch lebenslanges Redeverbot an der Vetmeduni Wien bekommen: "Ich habe jetzt ein Redeverbot an der Vetmed Uni Wien bekommen, weil ich die Gatterjagd kritisiert habe und natürlich die Tierversuche der Vet-Uni. Und obwohl das ein Institut für Mensch-Tier-Beziehung ist, haben sie mir ein lebenslanges Redeverbot an der Vet-Uni gegeben. Ich darf auch in Seminaren nicht mehr reden. Die Direktorin, unsere jetzige Bildungsministerin, hat das Sprechverbot erlassen. Die kommt letztlich aus der Pharma-Industrie, die hat einen ganz direkten Zugang zu Tierversuchen und die will, dass wir einfach niemanden mehr erreichen können. Du kannst doch niemandem sagen, du kannst keine Rede halten, weil mir deine Meinung nicht passt. Das muss doch ein Thinktank sein für Tierfragen, die Tier Vet-Uni, da muss doch so etwas thematisierbar sein."

"Gültige Stimme"
Montag, den 29. August um 23:40 Uhr auf PULS 4