Bei «Mini Beiz, dini Beiz» zeigen fünf Stammgäste ihr liebstes Restaurant. Am Ende jeder Folge bewerten sie den gesamten Abend nach den vier Kriterien Ambiente, Essen, Service sowie Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Beiz mit den meisten Punkten gewinnt.

Es kämpfen um den Wochensieg:

Montag, 5. September: Gasthof Adler, Kleinwangen

Im Jahr 2009 kaufte Hugo Isenschmid, 49, den Gasthof Adler und wirtet hier nun seit sechs Jahren. Viele Stammgäste kehren in diesem Lokal ein. Im grossen Bankettsaal finden regelmässig Taufen, Firmungen und Hochzeiten statt. Die Küche ist gutbürgerlich ausgerichtet, mit einer kleinen, feinen Karte. Es gibt im Adler immer wieder Spezialwochen, etwa die «Walliserwoche» oder die «Spargelwoche». Der Wein wird aus der Region bezogen. Immer nach den Musikproben geht Bauer Guido Oehen, 37, in den Adler, um ein Bier zu trinken oder etwas zu essen. Hier fühlt er sich schon fast wie zu Hause. Ausserdem ist der Wirt Hugo ein humorvoller Mensch. Er begrüsst seine Gäste immer persönlich und setzt sich bei Gelegenheit auch einmal an deren Tisch. Das schätzt Guido sehr.

Dienstag, 6. September: Restaurant Liebhaberei, Rain
Das Lokal befindet sich in einer alten Scheune. Hinter dem Barbereich gibt es eine Glasfront, durch die man direkt in den Stall schauen kann. Robert Baumli ist der Besitzer des Gebäudes. Er führte es als Bauernhof, zusammen mit seinem Bruder, bis dieser verstarb. Danach wollte er aus dem Hof und dem dazu gehörigen Grundstück etwas Neues machen. Lange Zeit hat er überlegt, wie man einen Gastrobetrieb in den Hof integrieren könnte. Über ein Inserat fand er die Wirtin Cornelia Portmann, 45, und den Koch Stefan Kadlec, 47. Die drei haben dann gemeinsam das Projekt gestartet und den Stall umgebaut. Das Lokal bietet die Möglichkeit, da zu essen, wo früher die Kühe untergebracht waren. Die marktfrische Küche findet grossen Anklang bei den Gästen, auch beim Stammgast Alois Elmiger, 65. Er mag die Liebhaberei, weil sie vielfältig und anders ist. Hier wird das Landleben mit der Liebe zum Essen verbunden, und die Gastgeber bieten auch für kulturinteressierte Menschen etwas an. Es gibt Konzerte sowie wechselnde Ausstellungen.

Mittwoch, 7. September: Restaurant Varathans, Sursee
Varatharajah Niththiyabhavanantham, 45, kam mit 19 Jahren als Sohn eines Reisbauern aus Sri Lanka in die Schweiz. Er hatte keine Deutschkenntnisse und keine Berufserfahrung. Angefangen hat er als Tellerwäscher in Luzern, dann arbeitete er sich aber schnell hoch. Seit neuen Jahren führen er und seine Frau Tharanie Varatharajah, 35, das Varathans. Sie bieten eine bekömmliche schweizerisch-asiatische Küche an. Peter Bachmann, 58, findet es toll, wie Varathan sich vom Tellerwäscher zum Beizer hochgearbeitet hat. Dies nimmt er als positives Beispiel, dass man es als Asylsuchender in der Schweiz zu etwas bringen kann. Mittlerweile hat sich eine Freundschaft zwischen den zwei Männern entwickelt.

Donnerstag, 8. September: Gasthof Weinhof, Dagmersellen
Anton «Toni» Ineichen, 63, hat das Restaurant Weinhof vor 15 Jahren gekauft. Es ist ein typisches altes Bauernhaus und verfügt über einen grossen Weinkeller. Mittags gibt es jeweils ein Buffet mit frischen Salaten und Suppen. Dazu bietet Toni vier preiswerte Hauptgänge an. Auf der Speisekarte findet man Pferdefleisch, aber auch Lamm und Schaf oder Forellen für Fischliebhaber. Im Keller gibt es zwei vollautomatische, gepflegte Kegelbahnen. Diese kommen bei den Gästen sehr gut an. Regina Loosli, 66, kehrt gerne ein im Weinhof. Sie mag die authentische Art, die Nähe zum Gast und den zuvorkommenden Service.

Freitag, 9. September: La Squadra, Neukirch
Der jetzige Wirt, Romano Simioni, 51, kennt das Squadra bereits seit sechs Jahren. Irgendwann fasste er den Plan, das Restaurant zu übernehmen. Er bietet typische italienische Menüs an, aber auch Rindsfilet, Schweinsfilet oder Lammkarree. Die ungewöhnlichen Kronleuchter und die ganze Anordnung der Beleuchtung wurden in Zusammenarbeit mit einem Künstler entworfen. An der Wand hängen Plakate aus vergangenen Zeiten. Ein Fan dieses Restaurants ist Maja Feierabend, 63. Sie kocht selber häufig und bewirtet auch gerne Gäste bei sich zu Hause. Aber genau so gerne geht sie zum Dinner ins Squadra.