Bei «Mini Beiz, dini Beiz» zeigen fünf Stammgäste ihr liebstes Restaurant. Am Ende jeder Folge bewerten sie den gesamten Abend nach den vier Kriterien Ambiente, Essen, Service sowie Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Beiz mit den meisten Punkten gewinnt.

Montag, 12. September 2016, Restaurant Oberer Mönchhof, Kilchberg

Der Obere Mönchhof ist ein Anwesen, das mit seiner Geschichte weit in die Vergangenheit Zürichs zurückweist. Im Jahr 1464 war der Mönchhof noch ein Bauernbetrieb, später diente er über 150 Jahre lang als Kanzlei. Anno 1876 wurde aus dem altehrwürdigen Riegelbau schliesslich ein Wirtschaftsbetrieb. Ob im rustikalen Beizli, im edlen Stübli oder im Züriseesaal mit der angrenzenden Verenastube – es ist für jedermann das richtige Ambiente dabei. Adrian Thoma, 48, bietet eine marktfrische und saisonale Küche an. Am besten verkauft sich das Zürcher Geschnetzelte oder die verschiedenen Fischgerichte. Nicole Lehmis, 47, besucht den Mönchhof regelmässig.

Dienstag, 13. September 2016, Hotel und Taverne Schwan, Horgen
Der Schwan ist ein geschichtsträchtiges Gebäude, dessen Grundmauern ins 15. Jahrhundert zurück datieren. Er war einer der ersten Gasthöfe in Horgen am Zürichsee. Ruedi Hintermann, 32, leitet den Betrieb. Auf der Terrasse des Schwans fühlt man sich wie auf einer Piazza. Im Sommer ist es dort sehr romantisch, und man kann dem Plätschern des schönen Dorfbrunnens zuhören. Die Küche ist mediterran ausgerichtet und hat einen italienischen Einschlag. Ein Klassiker sind die hauchdünnen Ravioli Nicola. Thomas Erny, 54, schätzt die Atmosphäre und das elegant angerichtete Essen im Schwan.

Mittwoch, 16. September, Wirtschaft zum Sageli, Jona
Stefan, 49, und Luisa Relota, 41, bewirtschaften seit 13 Jahren die ehemalige Sägerei. Stefan kocht noch selber, und seine charmante Frau bedient die Gäste. Zu 90 Prozent sind das Stammgäste. Gegessen wird urchig schweizerisch. Die bekannteste Spezialität im Sageli ist die Röschti. Die Kartoffeln werden für jeden Teller frisch von Hand geraffelt. Die verschiedenen Zutaten sind saison- und angebotsabhängig. Ein richtiger Klassiker sind die Kalbsleberli. Und zum Abschluss eines feinen Essens serviert Stefan seinen Sageli-Kaffee, nach einem Geheimrezept. Jakob «Köbi» Speckert, 62, ist regelmässig im Sageli anzutreffen.

Donnerstag, 15. September, Hotel Seedamm Plaza, Restaurant PUR, Pfäffikon
Der Name des Restaurants PUR steht für frische, unbehandelte Lebensmittel. Im Gourmetrestaurant mit Blick auf den Zürichsee werden erlesene Speisen und Weine in einem ungezwungenen Ambiente serviert. Die Küche ist mit 15 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet. Das ganze Seedamm Plaza ist eine Event-Location und ein Hotel mit Casino. Beim Bau des Hauses wurden alle vier Elemente berücksichtigt: Feuer, Erde, Wasser und Luft. Maya Heuberger, 32, leitet das PUR. Sie bietet ihren Gästen unter anderem auch ein Chef’s table menu an. Am Sonntag gibt es einen Brunch. À la carte kann sich der Gast das Menü mit bis zu sechs Gängen selber zusammenstellen. Alexandra Zopfi, 41, kennt das PUR seit der Eröffnung und hatte hier auch ihr Hochzeitsessen.

Freitag, 16. September, Seerestaurant Quai 61, Zürich
Das Seerestaurant wurde im Jahr 1959 für die Schweizerische Gartenbau-Ausstellung errichtet. Das Lokal wurde damals auf 64 Pfählen erbaut. Es scheint, als würde es auf dem Wasser schweben. Im Jahr 2013 übernahm Alfonso Siegrist, 48, die Beiz und nannte sie Quai 61. Das Interieur sollte an einen Ozeandampfer erinnern. Neben Fischknusperli und vegetarischen Gerichten findet man aber auch diverse Fleischspezialitäten auf der Karte. Der grosse Buchenholzgrill, der primär als Showgrill und für den kulinarischen Genuss dient, sorgt für eine sommerliche Atmosphäre. Nathalie Wyss, 35, liebt die einmalige Stimmung und das feine Essen im Quai 61.