Jetzt ist es fix: Das neue ORF-Direktorenteam wird aus Kathrin Zechner, Michael Götzhaber, Andreas Nadler und Monika Eigensperger bestehen. Zechner übernimmt die TV-Direktion, Götzhaber wird Technikdirektor. Beide galten im Vorfeld als gesetzt im neuen Führungsteam unter Alexander Wrabetz. Auch Monika Eigensperger, bislang Chefin von FM4, galt zuletzt als sichere Starterin im Direktorium. Sie übernimmt nun die Radiodirektion und folgt damit auf Karl Amon, der Ende des Jahres in den Ruhestand geht.
Andreas Nadler wird Kaufmännischer Direktor - diese Personalie zeichnete sich erst in den Stunden vor der Wahl ab. Eigentlich hatte die ÖVP den Posten für sich reklamiert und gerüchteweise andere Kandidaten vorgeschlagen, genannt wurde allen vorn Roland Weissmann, langjähriger Vertrauter der scheidenden Finanzchefs Richard Grasl. SPÖ und ÖVP konnten sich aber offenbar nicht einigen, nun bekommt Nadler den Posten. Dieser arbeitete beim ORF bislang als Leiter der Finanzwirtschaft.
Über das Direktorenteam hat der Stiftungsrat im Paket abgestimmt - und das auch überraschend deutlich. 23 Mitgliedert votierten für das Direktoren-Team, zehn dagegen. Zwei Mitglieder des höchsten ORF-Gremiums enthielten sich. Der SPÖ-Freundeskreis im Stiftungsrat besteht eigentlich nur aus 13 Mitgliedern, hinzu kommt der von der BZÖ/FPK bestellte und von der SPÖ verlängerte Stiftungsrat Siggi Neuschitzer. Zählt man nun noch alle Unabhängigen sowie die grünen, blauen, pinken und Stronach-Stiftungsräte hinzu, kommt man auf 22 Mitglieder. Das heißt: Mindestens ein Mitglied des ÖVP-Freundeskreises hat für die Pläne von Alexander Wrabetz gestimmt.




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