Lange hat es gedauert, bis er auf den Weg gebracht wurde, am Samstag geht der gemeinsame Jugendkanal von ARD und ZDF an den Start. Um den Namen für das junge Angebot, wie die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten den Kanal immer bezeichneten, wurde lange Zeit ein großes Geheimnis gemacht. In den letzten Tagen wurde munter über die Bezeichnung spekuliert. Nun haben die Verantwortlichen endlich Farbe bekannt und das Geheimnis gelüftet.

Der Jugendkanal wird "Funk" heißen. Mit den ausschließlich online verfügbaren Angeboten wollen beide Sender die 14- bis 29-Jährigen erreichen, die bisher von den Öffentlich-Rechtlichen vernachlässigt wurden. 45 Millionen Euro werden für Funk zur Verfügung gestellt, dafür werden die Digitalkanäle Eins Plus und ZDFkultur am 30. September abgeschaltet.

Dass die 14- bis 29-Jährigen nicht auf ein derartiges öffentlich-rechtlichen Angebot gewartet haben, ist den Verantwortlichen bewusst. Daher sollen den Zuschauern die Inhalte über Drittplattformen wie Facebook, Youtube und Co. angeboten werden. Daneben wird sich Funk in Form einer Internetplattform sowie einer App präsentieren, über die auf die Inhalte zugegriffen werden kann.

Auf sich aufmerksam macht Funk mit einem Trailer, der ab sofort im Internet kursiert. Schrill und laut zeiget sich dort das öffentlich-rechtliche Angebot. "Das Internet ist vorbei", lautet das Motto in dem Video. "Jetzt kommt Funk."