Das große Finale des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfes hat begonnen. Zum dritten und letzten Mal debattieren Hillary Clinton und Donald Trump mit- und gegeneinander. Die Diskussion in der Nacht von Mittwoch, dem 19., auf Donnerstag, den 20. Oktober 2016, findet diesmal an der Universität von Nevada, Las Vegas, statt. ORF 2 überträgt auch dieses Duell ab 2.50 Uhr live und im Zweikanalton wahlweise simultan gedolmetscht oder im amerikanischen Original – moderiert von Nadja Bernhard und kommentiert von Andreas Pfeifer. Davor stehen ab 0.00 Uhr in ORF 2 gleich vier „WELTjournal spezial“-Reportagen auf dem Programm. ORF III wiederholt das TV-Duell am 20. Oktober um 9.00 Uhr.
Das „Vorprogramm“ zum TV-Duell:„WELTjournal spezial: Hillary Clinton – Der Kampf ums Weiße Haus“, 0.00 Uhr, ORF 2
Vor acht Jahren ist sie in den parteiinternen Vorwahlen der Demokraten gescheitert und musste Barack Obama den Vortritt lassen – jetzt steigt die frühere First Lady und US-Außenministerin Hillary Clinton noch einmal in den Ring. Sollte es ihr dieses Mal gelingen, ins Weiße Haus einzuziehen, wäre sie die erste Frau im Präsidentenamt der Vereinigten Staaten. Das „WELTjournal spezial“ zeigt den Werdegang der demokratischen Präsidentschaftskandidatin von ihrer Jugend in Illinois über ihre Studentenzeit in Yale, wo sie Bill Clinton kennenlernte, bis zu ihrer Zeit als Außenministerin der USA – ein Leben, das geprägt ist vom Kampf für Frauenrechte und Sozialpolitik, aber auch von den Skandalen rund um ihren Ehemann.
„WELTjournal spezial: Donald Trump – Trumpf der Unzufriedenen“, 0.30 Uhr, ORF 2
Donald Trump hat seine republikanischen Mitbewerber mit populistischen Parolen ausgestochen. Mit dem Slogan, er werde Amerika „wieder groß“ machen, punktet der Milliardär ausgerechnet bei sozial-und bildungsschwachen Wählern, bei den Unzufriedenen und Benachteiligten. Das „WELTjournal spezial“ zeigt, wie Donald Trumps Wahlkampf die USA polarisiert: Seine fremdenfeindlichen Äußerungen über Latinos und Muslime, seine Statements über Frauen, zu Militär und Religion oder zu den Wirtschaftsbeziehungen mit China führen zu teils tätlichen Auseinandersetzungen zwischen Trump-Fans und -Gegnern – und gewähren einen Ausblick, wie eine Präsidentschaft unter Trump aussehen könnte.
„WELTjournal spezial: Null Toleranz – Schüler in Handschellen“, 1.15 Uhr, ORF 2
Um Amokläufe zu verhindern, haben einige US-Bundesstaaten an ihren Schulen eine sogenannte „Null Toleranz“-Politik eingeführt, doch die Polizei legt ihren Auftrag oft weit umfangreicher aus als ursprünglich intendiert. Bewaffnete Polizeieinheiten patrouillieren in Schulen, inspizieren Klassenzimmer und Pausenhöfe und inhaftieren jedes Jahr Zigtausende Schulkinder, etwa weil sie Spritzpistolen mithaben oder wegen geringfügiger Disziplinarverstöße wie Kaugummikauen zu spät zum Unterricht kommen oder weil sie zurückreden. Einmal in den Mühlen des US-Justizsystems bleibt ihre Festnahme aktenkundig. Das „WELTjournal spezial“ erörtert die Debatte um die umstrittene Null-Toleranz-Politik und zeigt wie – anstatt Kriminalität an Schulen zu unterbinden – oftmals normales kindliches Verhalten kriminalisiert wird – mit unabsehbaren Konsequenzen für den weiteren Lebensweg.
„WELTjournal spezial: USA – Kinder am Abzug“, 2.00 Uhr, ORF 2
In keinem westlichen Land kommt es zu so vielen Amokläufen und Todesopfern durch Schusswaffen wie in den USA. Der Grund ist simpel:
Nirgendwo sonst ist es so einfach, sich Waffen zu besorgen. Präsident Obama drängt seit Jahren auf eine Verschärfung der Waffengesetze, doch er scheitert regelmäßig am Widerstand der Republikaner im Kongress. In den USA kommen jedes Jahr mehr als 30.000 Menschen durch Waffen ums Leben, etwa 3.000 von ihnen sind Kinder, die Zugang zu scharfen Waffen hatten. Fast jede Woche berichten Medien über Kinder, die ihre Geschwister, Eltern oder Spielgefährten versehentlich erschießen. Das „WELTjournal spezial“ zeigt, wie sehr das Waffentragen in Teilen der US-Gesellschaft idealisiert wird und wie bereits Kleinkinder Schießtrainings absolvieren. Die Lobby für Waffen in den USA ist groß, aber es gibt auch Stimmen, die den Zugang zu Waffen einschränken wollen.




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