Fünf Stammgäste präsentieren ihre Lieblingsrestaurants und laden dazu ein, das Berner Oberland eine Woche lang kulinarisch zu entdecken. Am Schluss gewinnt diejenige Beiz, welche in den Kategorien Ambiente, Essen und Preis-Leistung am meisten überzeugen kann.

Es kämpfen um den Wochensieg:

Montag, 24. Oktober: Hotel Aspen, Grindelwald
Das Hotel befindet sich etwas ausserhalb vom berühmten Ferienort Grindelwald, direkt am Fuss der Eiger Nordwand. Als das Wirtepaar Suzanne und Stefan Grossniklaus den Betrieb 2007 kauften, hatte das Hotel noch zwei Sterne. Nach dem Ausbau, inklusive Wellnessanlage, ist das Aspen nun das neueste Vier-Sterne-Hotel in Grindelwald, im alpinen Chalet-Chic-Stil, mit massiven Hölzern und anderen rustikalen Elementen. Der Stammgast Michel Lussana, 40, ist Ausbildner bei der Schweizer Armee und hat seine Lieblingsbeiz beim Skifahren entdeckt – das Aspen liegt an der Piste der Jungfrau-Skiregion.
Dienstag, 25. Oktober: Landgasthof Rothorn, Schwanden
Die Wirtin Daniela Liebi, 47, hat den 100 Jahre alten Landgasthof 2012 übernommen. Das Rothorn ist ein traditionell gehaltener Gastrobetrieb mit einem grossen Stammgastanteil. In Schwanden ist man abgeschieden von der Umwelt und trotzdem gut angeschlossen. In zehn Minuten erreicht man mit dem Auto die Stadt Thun. Teilweise fällt sogar der Handyempfang im Landgasthof weg. Genau diese Abgeschiedenheit wird von vielen Gästen geschätzt. Die Floristin Céline Steiner, 26, ist Stammgast und kennt die Wirtin seit ihrer Kindheit – sie ging mit ihren Eltern oft in das alte Lokal der Wirtin.
Mittwoch, 26. Oktober: Restaurant Harder Kulm, Interlaken
Das Restaurant Harder Kulm gib es bereits seit 105 Jahren. Mit der Bahn, welche 1908 eröffnet wurde, ist man in acht Minuten von der Talstation auf dem Harder, 1300 Meter über Meer. Der Harder ist der Hausberg von Interlaken und bekannt für seine Weitsicht. Man hat einen einmaligen Rundblick auf den Thuner- und den Brienzersee und über Eiger, Mönch und Jungfrau. Der Wirt Dieter Aegerter, 52, ist seit drei Jahren als Pächter auf dem Harder, einem beliebten Ausflugsziel für Touristen. Die Speisekarte wird zum Beispiel auch auf Arabisch angeboten. Toni Appert, 51, braucht gar keine, als Stammgast kennt er sie auswendig.

Donnerstag, 27. Oktober: Sportrestaurant Hot Shot, Oberlangenegg
Das Restaurant von Wirt Hans-Rudolf Gerber, 54, liegt direkt neben der Eisbahn und es verkehren viele Hockeybegeisterte im Hot Shot, deshalb auch der Name Sportrestaurant. Die Kunsteisbahn wurde 1995 von Hans-Rudolf selbst konzipiert, er war früher ebenfalls begeisterter Hockeyspieler. Als die gebürtige Tschechin Denisa Gerber, 42, vor 15 Jahren in die Schweiz kam, kannte sie niemanden in der Region und wurde im Hot Shot ein Stammgast – dort konnte sie erste Kontakte zu den Einheimischen knüpfen.

Freitag, 28. Oktober: Hotel-Restaurant Schönbühl, Hilterfingen
Ursprünglich war das Hotel ein Winzerhaus und wurde im Jahre 1898 zu einer Wirtschaft und Pension umgebaut. Im Jahr 1998 wurde der Spycher umgebaut und wird seither auch für den Restaurations-betrieb genutzt – vor allem im Winter servieren sie dort viel Fondue und Raclette. Seit 2012 sind der Wirt Stefan Joos und seine Frau Tamara die Gastgeber. Besonders am Schönbühl ist die tolle Lage, etwas ausserhalb in einem Quartier, mit bester Aussicht auf den Thunersee und die Berge. Von jedem der Tische können die Gäste auf den See blicken. Die pensionierte Richterin Heidi Amacher, 80, ist schon sehr lange Stammgast – 1957 hat sie die Verlobung im Schönbühl gefeiert.