ORF III Kultur und Information würdigt am Freitag, dem 11. November 2016, mit einem „ORF III Spezial“-Abend den herausragenden italienischen Filmkomponisten Ennio Morricone. Klassische Italowestern wie „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Für eine Hand voll Dollar“ sind mit ihm untrennbar verbunden. Mehr als 500 Filmen hat er bisher seinen eigenen unverwechselbaren Sound verliehen. Den Auftakt macht die Dokumentation „Ennio Morricone – Musik zum Sehen und Fühlen“ (18.55 Uhr), in der David Thompson Morricones Aufstieg vom Volkslied-Bearbeiter zum weltweit begehrtesten Komponisten für Filmmusik analysiert. Im Mittepunkt stehen u. a. Filmausschnitte, Auszüge aus einem von Morricone dirigierten Konzert in Budapest sowie Aufnahmen von der aufwendigen Kompositions- und Mischarbeit im Studio.

Um 20.15 Uhr untermalt die meisterhafte Filmmusik Morricones Sergio Corbuccis kultigen Italowestern „Mercenario – Der Gefürchtete“. Zur Zeit der Revolution in Mexico soll der polnische Kopfgeldjäger Kowalski (Franco Nero) im Auftrag eines Minenbesitzers Silber nach Texas transportieren. Doch die revolutionären Arbeiter unter der Führung von Paco Roman (Tony Musante) verhindern den Transport und engagieren ihrerseits Kowalski, der als zynischer Söldner an der Seite der Aufständischen gegen die unterdrückende Staatsmacht kämpft.

Ein weiterer Revolutionswestern von Sergio Cobucci mit Ennio Morricones Filmmusik und Franco Nero in einer Hauptrolle ist danach zu sehen: In „Zwei Companeros“ (22.00 Uhr) sollen der schwedische Waffenhändler Yod (Nero) und der „Baske“ (Tomás Milián) im Auftrag des revolutionären General Mongo (Francisco Bodalo) den mexikanischen Professor Xantos (Fernando Rey) aus einem Gefängnis befreien. Denn nur dieser kann den Geldtresor der kleinen Gemeinde San Bernardino öffnen. Doch der habgierige General treibt ein falsches Spiel – und so stellen sich die beiden Befreier auf die Seite der unterdrückten Mexikaner. In einer weiteren Rolle stand auch Iris Berben vor der Kamera.