Fünf Stammgäste präsentieren ihre Lieblingsrestaurants und laden dazu ein, den Kanton St. Gallen eine Woche lang kulinarisch zu entdecken. Am Schluss gewinnt diejenige Beiz, welche in den Kategorien Ambiente, Essen und Preis-Leistung am meisten überzeugen kann.

Es kämpfen um den Wochensieg:

Montag, 5. Dezember: Restaurant Waldheim, Mels

Das Restaurant Waldheim bietet einen wunderbaren Panoramablick über das ganze Rheintal, und man fühlt sich hier gleich wie in den Ferien. Für Gastgeber Peter und Lucia Kalberer ist wichtig, dass der Gast die Preise für angemessen hält. Grundsätzlich tendiert man hier zu einer französischen Küche, aber auch asiatische Gerichte stehen im Angebot. Wert wird ebenfalls auf regionale Produkte gelegt. Das Forellenfilet stammt aus dem nahen Weisstannental und das Fleisch vom Metzger im Dorf, während das Wild von den einheimischen Jagdgesellschaften beigesteuert wird.
Stammgast Kurt Kalberer und Gastgeber Peter verbindet nicht nur der gleiche Nachname, sondern auch eine langjährige Freundschaft. Die Wildgerichte im Herbst gefallen Kurt am besten. Als Krönung gibt es immer eines seiner geliebten warmen Desserts. Er schätzt die tolle Aussicht, das Wirtepaar und die einfache, aber hervorragende Küche am meisten.

Dienstag, 6. Dezember: Berghaus Palfries, Azmoos
Das Berggasthaus Palfries liegt auf 1700 Metern über Meer im Sankt Galler Oberland. Zu den Besonderheiten des Hauses gehört die atemberaubende Panoramasicht. Die beiden Gastgeber Rita Willi und Kurt Giger wollen mit der Natur gehen und diese nicht unnötig belasten. Daher beziehen sie das Fleisch sowie das Gemüse aus der Region, auch um die Anbieter zu unterstützen. Für die hungrigen Wanderinnen und Wanderer halten sie das Alp-Cordon-bleu, gefüllt mit Alpkäse, sowie die Palfries-Rösti und die Käsespätzle bereit. Für die «Fleischlosen» bieten sie die Veggiepfanne an.
Stammgast Peter Grünenfelder beschreibt den Ort als magisch mit einer speziellen Anziehungskraft. In der Dämmerung verwandelt sich die Umgebung in einen Platz voller Romantik und puren Glücks, wie er meint. Er mag die Natürlichkeit und die Beständigkeit, mit der Restaurant und Inhaber auftreten. Die Innenverkleidung im «Alpenschick» rundet das Gesamtpaket für ihn persönlich ab.

Mittwoch, 7.Dezember: Wirtshaus Löwen, Bad Ragaz
Das Restaurant Löwen ist das zweitälteste Lokal von Bad Ragaz und besteht seit 250 Jahren als Wirtshaus. Die beiden Gastgeber Andreas und Rosa Ilmer legen grossen Wert auf die Tradition des Hauses und die Philosophie eines persönlichen Kontakts zu den Gästen. Spezialitäten des Hauses sind Fleisch und Fisch vom australischen Holzkohlegrill. Zudem beherrschen sie die Klassiker wie Tartar, Leber mit Rösti oder das Cordon bleu einwandfrei. Generell gilt: Wenn möglich wird in der Region eingekauft.
Marcella Looser ist seit Anfang der 1990er-Jahre hier Stammgast. Sie schätzt das Lokal wegen der hohen Qualität, der Professionalität der Mitarbeitenden und der Gastfreundlichkeit.

Donnerstag, 8. Dezember:
Restaurant Schäfli Moos, Oberriet
Gastgeberin Trudy Gmünder führt das Schäfli Moos Restaurant sehr kinderfreundlich. Zuerst bekommen die Kleinen ihr Essen, danach dürfen sie sich im Spielzimmer austoben. Die Eltern können so in Ruhe ihr Essen geniessen. Die Beiz ist sehr familiär und gemütlich. Bei den Gästen sind das altbewährte Cordon bleu vom Pferd und das unvergleichliche Rindstatar die Hauptrenner. Der Wein kommt direkt von einem Weingut, das gegenüber liegt. Am ersten Donnerstag des Monats gibt es jeweils ein Musikantentreffen – jeder und jede kann kommen und mitmusizieren.
Tatjana Rohner ist Stammgast im Schäfli Moos und kennt die Wirtin Trudy Gmünder bereits seit 20 Jahren. Das Besondere am Schäfli ist für Tatjana die Gastgeberin selbst, welche einfach versucht, alle ihre Gäste glücklich zu machen. Zudem findet sie das Essen hervorragend.

Freitag, 9. Dezember:
Hotel Restaurant Schäfli, Gams
Das Hotel Schäfli steht an zentraler Lage in Gams und ist durch die lange Tradition des Hauses bestens bekannt. Werner Bollhalder führt als Wirt den Familienbetrieb seit 1988. Die traditionelle, voralpenländische Einrichtung lädt zum Verweilen ein und verleiht dem Haus eine besondere Gemütlichkeit. Besonders das Schäfli-Stübli aus Eichenholz ist ein Highlight. Neben einer bestehenden Standardkarte für den Abend gibt es auch wechselnde Themenkarten, zum Beispiel «Amerikanische Spezialitäten» oder «Winterliche Spezialitäten». Der Renner des Hauses ist das Chateaubriand für zwei Personen.
Für Stammgast Arnold Alpiger ist es «wie nach Hause gehen», wenn er im Schäfli einkehrt. In seinen Augen ist das Schäfli in Gams jedoch nicht nur ein Hotel und gemütliches Restaurant, sondern eine wahre Institution: der Dreh- und Angelpunkt für Vereine. Wenn es das Schäfli nicht gäbe, müsste man es erfinden, sagt er.