Der Countdown für das neue Antennenfernsehen läuft. In weniger als vier Monaten startet mit DVB-T2 die neue Generation des digitalen Fernsehens über Antenne in Deutschland. An 44 senderstandorten wird ab dem 29. Marz in deutschen Ballungsgebieten das alte DVB-T mit dem neuen Standard DVB-T2 HD abgelöst. Das sorgt für eine bessere Bildqualität. Das neue Signal kann allerdings nur mit einem DVB-T2-kompatiblen Fernseher oder Empfangsgerät, auch Receiver genannt, empfangen werden, darauf weist die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hin. Im Handel finden sich aber noch immer herkömmliche Fernseh- und Empfangsgeräte, die den Empfang von DVB-T2 unmöglich machen. Einen Hinweis auf dieses begrenzte „Haltbarkeitsdatum“ sucht man jedoch meist vergeblich.

Verbraucherzentrale gibt Tipps

„Bei den Geräten in Elektromärkten ist nicht immer erkennbar, ob sie DVB-T2 bereits unterstützen“, kritisiert Michael Gundall, Fernsehexperte der Verbraucherzentrale. „Auf manchen Geräten finden sich Hinweise wie beispielsweise `DVB-T2 (H.264)´. Diese sind jedoch nicht für den DVB-T2 Empfang in Deutschland geeignet.“ Eine Reihe der angetroffenen DVB-T2-Receiver können nur die unverschlüsselten HD-Sender der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender empfangen. „Die großen Privatsender werden ihr Programm über das neue DVB-T2 HD nur verschlüsselt über die Pay-TV-Plattform „freenet TV“ ausstrahlen. Spätestens drei Monate nach Einführung des Regelbetriebes von DVB-T2 sind diese Angebote kostenpflichtig“, so Gundall.

Wer sich vor Weihnachten einen neuen Fernseher mit integriertem DVB-T2 Empfänger kaufen möchte, sollte sich unbedingt am offiziellen, grünen „DVB-T2 HD“-Logo“ orientieren. „Dieses stellt sicher, dass das Gerät für den DVB-T2 Empfang in Deutschland geeignet ist“, betont Gundall. Fernseher und DVB-T2 Receiver mit diesem Logo können sowohl die öffentlich-rechtlichen DVB-T2 Sender empfangen und mit einem zusätzlichen Modul auch die Privatsender entschlüsseln. Bei Receivern mit der Aufschrift „freenet TV“ ist das Entschlüsselungsmodul bereits im Gerät integriert.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz fordert die Händler auf, Fernseher und Receiver deutlich und korrekt über die Empfangsmöglichkeiten zu kennzeichnen. Nur so sind teure Fehlkäufe zu vermeiden.