Am 2. Februar wurde in Düsseldorf zum 18. Mal der von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF gestiftete Deutsche Fernsehpreis verliehen. Am selben Tag hatte die zehnköpfige Fachjury unter dem Vorsitz von „TV Spielfilm“-Chefredakteur Lutz Carstens in 21 Kategorien die Preisträger in den Programmbereichen Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport ermittelt. Darüber hinaus wurde ein Förderpreis verliehen. Der Ehrenpreis der Stifter ging an Senta Berger.

ARD räumt ab

Im Sendervergleich führt die ARD mit insgesamt acht vor dem ZDF mit sechs Nennungen. Die Mediengruppe RTL inklusive VOX und RTL NITRO holt fünf Preise, gefolgt von ProSiebenSat.1 mit drei Nennungen. Je eine Auszeichnung geht an Eurosport sowie die Online-Sender funk und Rocket Beans TV.

Lutz Carstens, Chefredakteur von „TV Spielfilm“ und Juryvorsitzender, erklärt: „In einer durch und durch politischen Zeit hat das Fernsehen in allen seinen Genres Relevanz und Haltung bewiesen. In der Fiktion gilt das vor allem für die NSU-Trilogie, für den Dokumentarfilm ‚Das Schicksal der Kinder von Aleppo‘, für die Rechercheleistung zu den ‚Panama-Papers‘, aber auch für ‚NEO MAGAZIN Royale‘.

Mit Geschichten, die das Leben schreibt, überzeugte das ‚Familienfest‘ im Fernsehfilm und erneut der ‚Club der roten Bänder‘ in der Serie. Vielfalt und Exzellenz zeigte das Fernsehen 2016 vor allem auch in den großartigen Leistungen der Schauspieler und Kreativen, die wir in den fiktionalen Einzelkategorien würdigen.

In der Unterhaltung überraschten uns die Fernsehmacher mit erfolgreichen Eigenentwicklungen wie ‚Die Beste Show der Welt‘, ‚Das Lachen der Anderen‘ und ‚Kitchen Impossible‘. Persönliche Bestleistungen haben wir zudem in der Information, im Sport und in der Unterhaltung entdeckt und ausgezeichnet. Dabei kommen zukunftsweisende Impulse auch aus dem Netz.

Die Jury bedankt sich bei allen Nominierten und Preisträgern für ihre herausragenden Arbeiten in einem starken Fernsehjahr!“

Das sind die Preisträger auf einen Blick


  • Bester Fernsehfilm: „Familienfest“ (ZDF)
  • Beste Serie: „Club der roten Bänder“ (Vox)
  • Bester Schauspieler: Martin Brambach
  • Beste Schauspielerin: Sonja Gerhardt
  • Beste Regie: Lars Kraume („Terror - ihr Urteil“/ARD/rbb) und „Familienfest“ (ZFD)
  • Bester Mehrteiler: „Mitten in Deutschland: NSU - Die Täter/Die Opfer/Die Ermittler“ (ARD/SWR/BR/WDR/MDR)
  • Beste Comedy/Kabarett: „Das Lachen der Anderen“ (WDR)
  • Beste Unterhaltung Primetime: „Die Beste Show der Welt“ (ProSieben)
  • Beste Moderation Unterhaltung: „Rocket Beans TV“ (RTL Nitro)
  • Beste Unterhaltung Late Night: „NEO MAGAZIN Royale“ (ZDF/ZDF neo)
  • Bestes Factual Entertainment: „Kitchen Impossible“ (Vox)
  • Beste Information: „Panama Papers - Im Schattenreich der Offshorefirmen“ (Story im Ersten/ARD/NDR/WDR)
  • Beste Persönliche Leistung Information: Christiane Meier („ARD Morgenmagazin“/ARD/WDR)
  • Bestes Infotainment/Talksendung: „Galileo“ (ProSieben)
  • Beste Dokumentation/Reportage: „Das Schicksal der Kinder von Aleppo - Neue Heimat Deutschland“ („auslandsjournal - die doku“/ZDF)
  • Beste Sportsendung: Tennis: Australian- und US Open Finals der Damen (Eurosport)
  • Bestes Buch: Annette Hess („Ku'damm 56“/ZDF)
  • Beste Kamera: Frank Lamm („Mitten in Deutschland: NSU - Heute ist nicht alle Tage: Die Täter“/ARD/SWR)
  • Bester Schnitt: Claudia Wolscht („Die Zielfahnder - Flucht in die Karpaten“/ARD/WDR)
  • Beste Musik: Heiko Maile („Winnetou“/RTL)
  • Beste Ausstattung: Matthias Müsse („Winnetou“/RTL)
  • Ehrung fürs Lebenswerk: Senta Berger
  • Förderpreis: „Wishlist“ (Mystery Webserie des öffentlich-rechtlichen Jugendsenders Funk)