Am 29. März startet mit DVB-T2 die zweite Generation des digitalen Antennen-Fernsehens. Vorteil: Damit kommen nun auch Bundesbürger ohne Kabel- oder Satellitenanschluss in den Genuss von hochauflösenden HD-TV-Programmen. Über das bisherige DVB-T war lediglich der Empfang in Standardqualität (SD) möglich. Aber: Wer über DVB-T2 Privatsender wie RTL und ProSieben sehen will, muss zusätzlich zu den GEZ-Gebühren 69 Euro jährlich zahlen. Kantar Emnid befragte im Auftrag von reichelt elektronik Anfang Februar 1005 Bundesbürger, wie sie ihr TV-Signal empfangen und ob sie für HD-TV zusätzlich zahlen würden. Hier die Details.

Fast die Hälfte (46 %) der Befragten sehen eine hohe Empfangsqualität als wichtigsten Aspekt beim TV-Empfang. Große Sendervielfalt (25 %) und niedrige Kosten (24 %) spielen eher eine untergeordnete Rolle. Aber direkt zu möglichen Extra-Kosten für hochauflösendes HD-TV befragt, geben 75 Prozent an, dass ihnen die Standardauflösung reicht und sie einen Zusatzbeitrag für HD-TV ablehnen. Nicht einmal jeder Vierte (23 %) ist bereit, für HD-Fernsehen extra zu zahlen.

Nach ihrer TV-Empfangsart befragt, nennen 42 Prozent den Satellitenempfang. 37 Prozent haben einen Kabelanschluss, vier Prozent schauen via DVB-T Fernsehen. Fünf Prozent nutzen ausschließlich Netflix, Amazon Video und andere Streaming-Dienste. Zwei Prozent empfangen ihr TV-Programm als Stream über das Internet, ebenfalls zwei Prozent haben gar keinen Fernseher.

Während DVB-T in der Erstversorgung des TV-Empfangs eher eine untergeordnete Rolle spielt, nutzt es nahezu jeder achte Befragte für ein Zweitgerät. Das kann ein herkömmlicher Fernseher sein, aber auch ein Notebook und Tablet.