Livesportrechte gehören zu den wertvollsten TV-Inhalten: pure Emotion, hohe Quoten und damit lukrative Werbeumfelder machen die Vergabe von Rechtepaketen stets auch zum Wettkampf der TV-Sender.Aktuell wirft die Neuvergabe der Österreichischen-Fußball-Bundesliga-Rechte ihre Schatten voraus. Im Jahr 2012 sicherten sich Sky und der ORF das Package für drei Jahre plus Option auf zwei weitere, die nun notwendige Ausschreibung wird für den Herbst erwartet. Die Sender zahlen aktuell 20 Millionen Euro jährlich.
Pay-TV-Sender Sky, der derzeit als einziger alle Spiele live zeigt, wird sich vor allem mit der Wahrung der Exklusivität ins Rennen bringen. Demgegenüber steht das Bestreben des ORF, wie schon bisher zumindest das Sonntagsspiel live auszustrahlen. Bis dahin werden sich auch andere Interessenten in Stellung bringen. ServusTV etwa war schon 2010 aktiv im Rennen. Dort sieht man sich aktuell im Bereich der Livesportrechte gut aufgestellt, man prüfe aber interessante Ausschreibungen.
Ebenfalls heuer ins Spiel kommen die Übertragungsrechte für die UEFA Champions League, die mit der Saison 2017/18 auslaufen. Derzeit übertragen Sky (alle Spiele) und der ORF (ausgewählte Spiele). Für den ORF sind die Rechte nicht nur eine Prestigefrage, sondern auch eine finanzielle. Die teure Formel 1 ist nach Ablauf des Vertrags ohnehin kein Thema mehr, in die Verhandlungen um die Champions League werde man künftig mit niedrigerem Budget gehen und sich Rechtepakete mit Privatsendern teilen, meinte zuletzt Generaldirektor Alexander Wrabetz.
Ständiger Interessent ist etwa PULS 4, der die Rechte einst dem ORF abgeknöpft und diese dann wieder an ihn verloren hat. Derzeit hält PULS 4 die Europa League. Aber auch neue Player könnten auf den Plan treten. Onlinedienst Dazn mischt den Streamingmarkt auf, bei Konkurrent Laola zeigt man sich an neuen Sportrechten ebenfalls interessiert: „Wir evaluieren selbstverständlich und prüfen, ob eine Akquisition für uns Sinn hat“, so Geschäftsführer Rainer Geier.




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