Für einmal kein Steak, kein Schnitzel, keine Wurst – und wenn, dann höchstens aus Tofu. Fünf Beizentester lassen sich auf das Experiment ein, eine Woche lang kein Fleisch zu essen. Nur Fisch ist erlaubt. Sie bewerten fünf Restaurants nach den drei Kriterien: Ambiente, Essen und Preis-Leistungsverhältnis. Am Ende der Woche gewinnt das Restaurant mit den meisten Punkten.
Es kämpfen um den Wochensieg:
Montag, 27. März: Restaurant Moudi‘s lecker Garten
Das Lokal im Kreis 6 wurde im April 2015 eröffnet und hat sich zum Ziel gesetzt, die libanesische Küche neu zu interpretieren. Neben dem Restaurant gibt es in Zürich auch eine Bar und ein Café, die unter dem gleichen Namen und mit ähnlichen Konzepten laufen. Das Lokal der Geschäftsführerin Michèle Anderhub, 28, ist beliebt für die vielen verschiedenen Mezze-Kreationen, welche ausnahmslos selbst zubereitet werden. Zum Markenzeichen der Küche gehört auch die Tatsache, dass ohne Knoblauch gekocht oder klassische Gerichte kreativ umgestaltet werden, etwa ein Humusgericht mit Avocado und Randen. Als Stammgast präsentiert der Unternehmensberater Valentin Fisler, 30, seine Lieblingsbeiz.
Dienstag, 28. März: Restaurant The Artisan
Eröffnet wurde The Artisan im Oktober 2015. Der Wirt Gian Luca Tribò und sein Geschäftspartner Mark Thommen kennen sich schon lange und haben zeitweise für den gleichen Arbeitgeber gearbeitet. Ihr Wunsch war es immer, selbständig zu sein und ein Restaurant ganz nach ihrem Geschmack zu führen. Eine Besonderheit des Hauses ist der «Urban Garden», der die Gäste im Sommer mitten ins Grüne versetzt. Bienen und Wespen summen, Schmetterlinge flattern und Pflanzen gedeihen in dieser kleinen Oase. Die Wirte sind sehr naturverbunden und lieben es, diese auch auf den Teller zu bringen. Stammgast Dominic Largo, 41, liebt das raffinierte und klare Konzept seiner Lieblingsbeiz.
Mittwoch, 29. März: Thai-Restaurant White Elephant
Neben dem eCHo Restaurant, das Schweizer Spezialitäten serviert, gehört auch das White Elephant zum Marriott Hotel. Mit Erfolg bringen die Betreiber ihren Gästen seit 1991 die thailändische Küche näher. Thidaporn Kraprayoon, 34, hat sich von der Serviceangestellten zur Chief Assistent Restaurant Manager hochgearbeitet und vertritt das Lokal in der fleischlosen Woche. Da das Personal und die Produkte aus Thailand stammen, ist es für sie kein Problem, die Gäste authentisch zu verwöhnen. Für ihre Currys verwenden sie nur Gemüsesorten, die man in Thailand auch findet. Brokkoli und Karotten gehören da nicht dazu. Als Fleischersatz finden die Besucherinnen und Besucher drei verschiedene Tofusorten auf der Karte. Eines ähnelt dem Geschmack von Tintenfisch, das andere dem Poulet und das dritte dem Entenfleisch. Als Stammgast steht Stefan Koller, 43, im Einsatz.
Donnerstag, 30. März: Maharani Indian Restaurant
Der Wirt Suresh Patel, 60, lebt seit 32 Jahren in der Schweiz und ist ein Quereinsteiger. Der Elektroingenieur hat das Maharani im Jahr 2002 übernommen und umgestaltet. Es bietet eine sehr grosse Auswahl an Speisen für Vegetarierinnen und Vegetarier an, und das Angebot vergrössert sich stetig. Suresh Patel selber stammt aus einem Dorf, wo sich 80 Prozent der Bevölkerung vegetarisch ernähren, und kennt viele vegetarische Rezepte. Das Maharani ist für seine nordindische Küche bekannt. Diese ist eher mild und kommt bei den meisten Menschen in der Schweiz deswegen besser an. Es wird viel mit Linsen, Kokosnuss und Tofu gekocht. Stammgast Charlotte Schmidt, 55, mag die vielfältige Menüauswahl und die indischen Desserts.
Freitag, 31. März: Restaurant Au Gratin
Der Wirt Urs Pfäffli, 54, war einst der jüngste Hotelmanager der Schweiz. In seiner Hotelkarriere hat er viel über Restaurants und die Gastronomie gelernt und wollte sich mit seinem Know-how selbständig machen. Auf der Suche nach einem einmaligen Konzept und einem Gericht, das nie aus der Mode geraten würde, hat er vor 20 Jahren das Au Gratin eröffnet. Gekocht wird nach saisonalen Zutaten, und das Lokal bietet so seinen Gästen immer wieder neue Gratinkreationen an. Auf der Karte findet man über hundert Varianten, darunter befinden sich über vierzig vegetarische. Als Stammgast präsentiert der Lebensmittelingenieur Fritz Hirsbrunner, 43, seine Lieblingsbeiz.




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