Am 13. Mai 2017 jährt sich Maria Theresias Geburtstag zum 300. Mal. Der bedeutenden Herrscherin, die als erste und einzige Frau die Geschicke des Habsburger-Reichs lenkte und mit ihrer 40-jährigen Regentschaft (1740–1780) zu einer die Geschichte Österreichs über Jahrhunderte prägenden Persönlichkeit wurde, widmet der ORF ab Anfang Mai einen umfassenden Programmschwerpunkt in all seinen Medien. Dieser wurde am Dienstag, dem 4. April 2017, im Hofmobiliendepot. Möbel Museum Wien präsentiert – neben der Kaiserlichen Wagenburg Wien und Schloss Hof sowie Schloss Niederweiden in Niederösterreich einer von vier Standorten der großen Jubiläumsausstellung der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. (SKB) und des KHM-Museumsverbands.

Der von ORF-III-Chefredakteurin Ingrid Thurnher moderierte Maria-Theresia-Abend, zu dem Hausherr und SKB-Leiter Mag. Dr. Franz Sattlecker und ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz begrüßten, fand u. a. in Anwesenheit von ORF-Programmdirektorin Mag. Kathrin Zechner, ORF-III-Geschäftsführerin Eva Schindlauer, ORF-Landesdirektor Prof. Norbert Gollinger, ORF/3sat-Redaktionsleiterin Mag. Petra Gruber, den beteiligten Filmemachern Georg Riha und Monika Czernin, auch Autorin des Buches „Liebet mich immer. Maria Theresia. Briefe an ihre engste Freundin“, weiters Interspot-Executive-Producer Heinrich Mayer-Moroni, Schauspielerin und „Maria Theresia“-Darstellerin Gerti Drassl sowie deren Filmpartnern Martin Muliar (Franz Stephan) und Marie-Christine Friedrich (Madame Pompadour) statt.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Öffentlich-rechtlicher Mehrwert für unser Publikum“

„Nach Programmschwerpunkten wie zuletzt über Kaiser Franz Joseph oder Maximilian widmet sich der ORF nun Maria Theresia, einer ikonografischen Frauenpersönlichkeit in der Geschichte Österreichs. Zum 300. Geburtstag der Herrscherin befasst sich die gesamte ORF-Senderflotte umfassend mit Leben und Wirken der ersten und einzigen Frau an der Spitze der Habsburger“, kündigt ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz an. Und: „Die Aufarbeitung und multimediale Vermittlung rot-weiß-roter Geschichte und Identität sowie historischer Zusammenhänge ist eine der Kernaufgaben des ORF. Damit schaffen wir öffentlich-rechtlichen Mehrwert für unser Publikum. Ein besonderer Glücksfall ist, dass wir so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Georg Riha, Monika Czernin und Robert Dornhelm mit ihren jeweiligen exzellenten Teams vor und hinter der Kamera gewinnen konnten. Unser Dank gilt auch der Schloß Schönbrunn Kultur-und Betriebsges.m.b.H. für die gute Partnerschaft“, so Wrabetz.

ORF-Programmdirektorin Mag. Kathrin Zechner: „Maria Theresia ringt uns auch noch im 21. Jahrhundert Respekt ab!“

ORF-Programmdirektorin Mag. Kathrin Zechner: „Wenn eine Frau im 18. Jahrhundert mit 23 Jahren die Regentschaft über das Habsburgerreich übernimmt, sie zu einer starken, vielseitigen, mutigen und Europa neu gestaltenden Herrscherin wird und gleichzeitig feinsinnige Mutter bleibt mit einer leidenschaftlichen, glücklichen Beziehung zu ihrem Mann, ringt uns das – trotz des Wissens um die dunklen Seiten – auch noch im 21. Jahrhundert Respekt ab. Im multimedialen ORF-Leuchtturm bietet die ‚Universum History‘-Dokumentation einen einmaligen Blick auf die Mutter und emotionale Frau hinter der Regentschaft – mit Hilfe neu entdeckter Briefe an ihre Vertraute. Und Gerti Drassl als Maria Theresia bringt uns gewohnt erstklassige Schauspielkunst im Dokumentationsformat – das ist ein echter Mehrwert für unser Publikum!“, so Zechner.

Gerti Drassl: „Ich bin davon überzeugt, dass man von Maria Theresia viel lernen kann“

„Maria Theresia war eine unglaublich faszinierende Frau“, schwärmt Schauspielerin Gerti Drassl, die die Regentin in der „Universum History“-Produktion „Maria Theresia – Majestät und Mutter“ verkörpert. „Ich habe mich sehr auf diese Rolle gefreut, weil man in der Produktion sehr viel Interessantes über die Kaiserin erfährt. Besonders den neuen Zugang zu Maria Theresia anhand aktueller Brieffunde fand ich unglaublich spannend“, so Drassl. Und weiter: „Mich hat sehr beeindruckt, wie verinnerlicht, wie sensibel diese Staatsfrau in ihren Briefen geschrieben hat. Es gibt viele spannende Aspekte in ihrem Leben, etwa wie sie sich als Frau – als Mutter, Ehefrau und Regentin – durchsetzen musste. Hauptanliegen des Films ist es, dass die Menschen ein persönliches Bild von Maria Theresia bekommen. Ich bin davon überzeugt, dass man von Maria Theresia viel lernen kann“, ist die gebürtige Südtirolerin überzeugt.

Filmautorin und Regisseurin Monika Czernin: „Die Briefe machen die Kaiserin sehr emotional“

Monika Czernin, Filmautorin und Regisseurin, die gemeinsam mit dem Historiker Jean-Paul Lavandier neue Briefe Maria Theresias an ihre ehemalige Hofdame Sophie Enzenberg entdeckte, zur „Universum History“-Dokumentation: „Die Briefe machen die große Kaiserin sehr emotional, man erlebt sie von innen heraus. Im Film haben wir uns darauf konzentriert, Maria Theresias Rolle als Mutter und Majestät herauszukristallisieren.“

Georg Riha, Regisseur und Produzent der neuen ORF-III-Dokumentation „Maria Theresia – Vermächtnis einer Herrscherin“: „Mein Film nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch Wien und Niederösterreich – von der Herkunft Maria Theresias bis hin zur ihrer ruhmvollen Zeit als emanzipierte Regentin. Ihr Mythos, ihre außergewöhnliche Geschichte bis hin zu ihrem Stellenwert sogar im aktuellen Kulturgeschehen, schließlich ihr großes Vermächtnis werden in stimmigen Bildern erzählt. Für mich war die hochwertige visuelle und akustische Annäherung an eine der bedeutendsten historischen Herrscherinnen Europas ein Anliegen. Und schließlich habe auch ich durch die Produktion viel Wissenswertes über Maria Theresias Zeit kennengelernt“, so Riha.

Die ORF-Höhepunkte zu 300 Jahre Maria Theresia

Die ORF-TV-Höhepunkte markieren die von Monika Czernin und Ernst Gossner (szenische Regie) gestaltete „Universum History“-Spiel-Dokumentation „Maria Theresia – Majestät und Mutter“ (Dienstag, 2. Mai, 21.05 Uhr, ORF 2), in der Gerti Drassl die Titelrolle verkörpert, weiters Georg Rihas neues Filmporträt „Maria Theresia – Vermächtnis einer Herrscherin“ (Dienstag, 9. Mai, 21.05 Uhr, ORF III) sowie dessen Kurzfassung: ein „Erlebnis Österreich“ des ORF Niederösterreich mit dem Titel „Von Schloss Hof bis Niederweiden – Maria Theresia, Majestät in NÖ“ (Sonntag, 7. Mai, 16.30 Uhr, ORF 2).

Außerdem, stehen u. a. neue Ausgaben der ORF-III-Reihe „Dokumente, die die Welt bewegen“ über „Maria Theresia – Die Matriarchin“ sowie des ORF-III-Formats „Aus dem Rahmen“ zum Thema „Das blieb von Maria Theresia“ (beides am Dienstag, 9. Mai) auf dem Programm. Weiters: Axel Cortis Fernsehfilm „Wie der Mond über Feuer und Blut“ (Freitag, 5. Mai, 23.30 Uhr, ORF 2) aus dem Jahr 1981 über Maria Theresias erstes Jahr als Regentin u. v. m.

Auch Radio Ö1 setzt einen Schwerpunkt zum 300. Geburtstag von Maria Theresia und bringt u. a. ein „Salzburger Nachtstudio“ (10. Mai, 21.00 Uhr), ein „Im Gespräch“ (11. Mai, 21.00 Uhr) mit Monika Czernin, Autorin des Buches „Liebet mich immer. Maria Theresia. Briefe an ihre engste Freundin“ und Gestalterin der neuen „Universum History“-Dokumentation, weiters ein „Apropos Klassik: Zu Ehren der Erzherzogin“ (13. Mai, 15.05 Uhr) sowie in der Woche ab 15. Mai vier „Radiokolleg“-Ausgaben (Montag bis Donnerstag, 9.30 Uhr) und tägliche „Betrifft: Geschichte“-Sendungen (17.55 Uhr).

Die ORF-Landesstudios berichten ebenfalls in allen Medien umfassend über Maria Theresia. 3sat präsentiert am Sonntag, dem 14. Mai, ab 6.00 Uhr Früh den Thementag „Mythos Habsburger“.

Die ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) stellt alle Sendungen des ORF-TV-Programmschwerpunkts, für die entsprechende Lizenzrechte vorhanden sind, als Live-Stream und als Video-on-Demand bereit. ORF.at gestaltet im Rahmen der aktuellen Kulturberichterstattung einen redaktionellen Schwerpunkt rund um „300 Jahre Maria Theresia“, und das Wissenschaftsportal science.ORF.at liefert vertiefende Informationen zu neuesten Forschungen über Maria Theresia.

In Entstehung
ist außerdem ein von Robert Dornhelm inszenierter, topbesetzter ORF-Event-Zweiteiler „Maria Theresia“, der im kommenden Winterprogramm, zum Abschluss des Jubiläumsjahres, zu sehen sein wird.