Ausstrahlungsdatum: Montag, 24. April 2017, 21.05 Uhr, SRF 1

Es ist ein Trugschluss, dass mit steigendem Alter nach Operationen längere Bettruhe hilft – im Gegenteil, sie schadet: Schnell setzt der Muskelabbau ein, dann drohen Lungenentzündung, Verwirrtheit und weitere Komplikationen. Geriater drängen deshalb darauf, nach einer OP selbst Hochbetagte möglichst schnell aus dem Bett zu holen. Und einige Spitäler lassen ihre Patientinnen und Patienten sogar schon im Vorfeld eines Eingriffs trainieren, um deren Kondition zu verbessern. Weitere Themen: Hausapotheke entrümpeln – Das Nötigste ist schon genug. Und: Problemärzte – Zu wenig Kontrolle in der Schweiz? Odette Frey moderiert die Sendung.

OP im Alter – Raus aus dem Spitalbett!

Operationen werden mit steigendem Alter immer belastender. Da liegt es nahe, dass dem anstrengenden Eingriff eine ausgedehnte Erholungsphase im Spitalbett folgt. Ein Trugschluss, denn Ruhen hilft nicht – es schadet: Schnell setzt der Muskelabbau ein, dann drohen Lungenentzündung, Verwirrtheit und weitere Komplikationen. Geriater drängen deshalb darauf, nach einer OP selbst Hochbetagte möglichst schnell aus dem Bett zu holen. Und einige Spitäler lassen ihre Patientinnen und Patienten sogar schon im Vorfeld eines Eingriffs trainieren, um deren Kondition zu verbessern. Denn wer fitter ins Spital geht, kommt auch fitter zurück in den Alltag.

Hausapotheke entrümpeln – Das Nötigste ist schon genug
Schmerzmittel, Hustensäfte, Cortisonsalbe, angebrochene Antibiotikapackungen – in der Hausapotheke sammeln sich über die Jahre allerlei Medikamente an, die im Notfall oft nichts mehr nützen und manchmal sogar schaden. «Puls» zeigt, was wirklich in den medizinischen Notvorrat gehört und was man bei Bedarf besser in der Apotheke holt.

Problemärzte – Zu wenig Kontrolle in der Schweiz?
Gibt es in der Schweiz zu wenig Kontrollinstanzen im medizinischen Bereich? Diese Frage stellt sich nach dem neuesten Fall eines bariatrischen Chirurgen, der in einem Zürcher Spital als Belegsarzt operierte. Dies, obwohl er wegen verschiedenen Unkorrektheiten und Unregelmässigkeiten bei der Fachgesellschaft seit Jahren in Verruf war.