Ausstrahlungsdatum: Montag, 1. Mai 2017, 22.25 Uhr, SRF 1
Aktionäre haben kein Verständnis mehr für hohe Vergütungen bei schlechtem Geschäftsgang, und erteilen an den aktuellen Generalversammlungen Vergütungsberichten eine Absage. Der renommierte Verhaltensökonom Ernst Fehr der Universität Zürich erklärt in «ECO», weshalb das jetzt geschieht, und was Unternehmen ändern müssen. Der Zürcher Hedgefonds-Manager Rudolf Bohli, der an der Generalversammlung des Vermögensverwalters GAM für Aufsehen gesorgt hat, stellt sich live im «ECO»-Studio den Fragen von Reto Lipp. Ausserdem: Crowdfunding für KMU. Und: Reiche Chinesen entdecken Philanthropie.
Managervergütungen – Das Ende der Geduld
Die aktuellen Generalversammlungen von Schweizer Konzernen zeigen: Aktionäre haben kein Verständnis mehr für hohe Vergütungen bei schlechtem Geschäftsgang. Sie machen von ihrem Stimmrecht Gebrauch und erteilen Vergütungsberichten eine Absage. Wie die Saläre von Topmanagern mit der Performance der Firmen zusammenhängen, die sie führen – das untersucht eine neue Studie. Der renommierte Verhaltensökonom Ernst Fehr der Universität Zürich erklärt in «ECO», weshalb Aktionäre die Geduld verloren haben, und was Unternehmen ändern müssen.
Rudolf Bohli – Ein Aktionär probt den Aufstand
Der Zürcher Hedgefonds-Manager Rudolf Bohli ist einer derjenigen Aktionäre, die sich nicht mehr länger von Verwaltungsräten abspeisen lassen: An der Generalversammlung des Vermögensverwalters GAM hat er zusammen mit anderen erfolgreich die Ablehnung der variablen Vergütungen für das Management durchgesetzt. Rudolf Bohli spricht live im «ECO»-Studio darüber, was sich seit Annahme der Abzockerinitiative für Aktionäre wie ihn geändert hat.
Crowdfunding für Immobilien und KMU
In der Schweiz wurden 2016 bereits über 100 Millionen Franken via Crowdfunding-Plattformen vermittelt. Diesen digitalen Weg, um an Kredite oder an Eigenkapital zu gelangen, nutzen zunehmend auch Unternehmen. Bei KMU schliesst Crowdfunding eine Lücke bei Krediten, an denen Banken kaum interessiert sind. Im Immobilienbereich erhalten Investoren direkten Zugang zu Renditeliegenschaften, der vielen bisher verwehrt war.
Reiche Chinesen entdecken Philanthropie
Chinas Millionäre und Milliardäre haben die Philanthropie entdeckt: Für Vermögende gehört es mittlerweile zum guten Ton, der Gesellschaft etwas vom eigenen Reichtum zurückzugeben. Für internationale Grossbanken ist das ein lukratives Geschäftsfeld: Die UBS etwa veranstaltet in Hongkong Seminare für spendenwillige Wohltäter. Philanthropie ist zu einem wichtigen Pfeiler der Vermögensverwaltung geworden.




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