Am Montag, dem 8. Mai 2017, steht ORF III Kultur und Information ganz im Zeichen des „Fests der Freude“. Dieses wird am Wiener Heldenplatz anlässlich des 72. Jahrestags der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa gefeiert. Bereits ab 8.35 Uhr sendet ORF III diesbezüglich ein thematisches Sonderprogramm mit zahlreichen Dokumentationen und meldet sich in mehreren Live-Einstiegen (kurzes Intro um ca. 12.05, dann 15.25, 15.55 und 16.55 Uhr) mit interessanten Interviews und Themenstorys vom Ort des Geschehens. In einer 90-minütigen Sondersendung (18.00 Uhr) bitten anschließend die Moderatoren Ani Gülgün-Mayr, Barbara Rett, Ingrid Thurnher und Peter Fässlacher prominente Gäste wie u. a. Altbundespräsident Heinz Fischer, Journalist Hugo Portisch, Schauspielerin Sona MacDonald, ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und Zeitzeugin Käthe Sasso zum Gespräch. Barbara Rett leitet danach zur live-zeitversetzten Übertragung des Festakts (19.35 Uhr) über.
Herzstück des Programmtags ist die Übertragung des traditionellen Gedenkkonzerts (20.15 Uhr) der Wiener Philharmoniker unter der diesjährigen Leitung von Ádám Fischer. Eröffnet wird mit der Uraufführung des eigens für das „Fest der Freude“ komponierten Stücks „Hier und jetzt“ des österreichischen Komponisten Kurt Schwertsik. Am Programm stehen außerdem Felix Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert e-moll op. 64, das von dem jungen, preisgekrönten Wiener Violinisten Emmanuel Tjeknavorian interpretiert wird, und Werke von Ludwig van Beethoven. Neben der Konzertarie „Ah perfido!“ für Sopran und Orchester, die von Camilla Nylund gesungen wird, werden auch die „Egmont“- und „Leonore“-Ouvertüren erklingen. Zum Abschluss der Veranstaltung rundet die „Ode an die Freude“ aus Beethovens Neunter Symphonie das Konzert ab.
Zwei themenrelevante Dokumentationen ergänzen das Programm in Folge. Zunächst behandelt „Österreich II: Das Erbe des Krieges“ (21.45 Uhr) – eine Folge der epochalen ORF- Zeitgeschichtereihe von Hugo Portisch und Sepp Riff – die Geschichte der Steiermark, die sich am 8. Mai 1945, im Gegensatz zu den anderen Bundesländern Österreichs, immer noch unter NS-Herrschaft befand. Der Einmarsch alliierter Truppen begann hier erst nach der Kapitulation, was schließlich zu einem Ansturm fünf verschiedener Nationen führte, die alle versuchten, sich ein eigenes Stück Steiermark anzueignen. Wie die Bevölkerung darauf reagierte und mit welch bewundernswertem Einfallsreichtum sie sich auf die neuen Oberhoheiten einstellte, erzählt die Dokumentation in einer ORF-III-Neubearbeitung aus dem Jahr 2013.
„Der Wiener Stephansdom – Die Wiedergeburt eines Wahrzeichens“ (23.10 Uhr) steht abschließend im Fokus von Regisseur Robert Neumüller. Mehr als 850 Jahre Geschichte von Tränen und Freude, stillem Gebet und lauten Glaubensbekundungen verbergen sich hinter den Mauern eines der imposantesten Bauwerke Wiens. Gleichzeitig aber ist der Stephansdom Symbol für ein wiedererblühtes Österreich. 1945 ging er in Flammen auf – am selben Tag, an dem die Sowjets den Kampf um Wien beendeten. Es galt, ein ganzes Land neu aufzubauen. Die Wiederauferstehung des Doms wurde zur tatsächlichen Metapher. Die ORF-III-Dokumentation erzählt in imposanten Bildern die Geschichte des Kirchengebäudes von seiner Gründung bis in die jüngere Gegenwart.
Anlässlich des Gedenktags 8. Mai zeigt ORF 2 am Freitag, dem 12. Mai, um 23.10 Uhr im Rahmen von „Universum History“ die Dokumentation „Meine Tochter Anne Frank“ als ORF-Premiere.




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