Ausstrahlungsdatum: Donnerstag, 11. Mai 2017, 22.25 Uhr, SRF 1
Wir leben im absoluten Überfluss. Nur darum leisten wir es uns, dass alles aussortiert wird, was nicht so schön aussieht, was nicht mehr «gluschtig» ist, was es nicht mehr braucht. Wir werfen jährlich 300 Kilogramm Essen weg – pro Person. Das entspricht 8 Tafeln Schokolade täglich. Die Verschwendung finden zwar fast alle moralisch verwerflich, trotzdem passiert es täglich und immer wieder. Warum schaffen wir es nicht, das zu ändern? «Einstein» zeigt Konzepte gegen Foodwaste, die sich durchsetzen könnten. Die Sendung wird moderiert von Tobias Müller.
Ekelforschung gegen Verschwendung
Um Foodwaste zu vermeiden, müssen wir lernen, Essbares von Verdorbenem zu unterscheiden. Unser wichtigstes Werkzeug dabei: unsere Sinne – unser grösstes Hindernis: der Ekel. An der ETH wollen Forscher nun den Ekel besser verstehen. Sie entwickeln derzeit die weltweit erste Ekelskala für Nahrungsmittel. Diese soll helfen, den Ekel zu zähmen – und so Foodwaste zu vermeiden.
Foodwaste – Abfall statt Apfelmus
Wer wirft am meisten weg? Wer am häufigsten? Täglich sind es im Schnitt pro Person knapp ein Kilogramm Essen. Seit einigen Jahren untersucht daher der Bund die Lebensmittelverschwendung in Schweizer Haushalten. «Einstein» zeigt, was in unseren Abfallsäcken landet und was wir verhindern könnten.
Finanzieller Anreiz
Schaffen finanzielle Anreize, dass wir weniger Essbares wegwerfen? Um genau das zu testen, hat Südkoreas Regierung die Initiative «Pay as You Trash – Zahle, wenn du wegwirfst» eingeführt. Südkoreaner müssen ihre Essensreste vom übrigen Abfall trennen. Und tatsächlich: Da, wo das Projekt läuft, gehen die Essensabfälle zurück.
Smarte Verpackung
Ist das Ablaufdatum überschritten, landet das Essen meist im Abfall. Das muss nicht sein, denn oft ist es noch geniessbar. Wissenschaftler arbeiten deshalb an intelligenten Sensoren, die genauere Angaben zur Frische des Produkts liefern. Die neue Technik funktioniert auch schon, doch der Handel stellt sich quer. Was sind die Gründe? «Einstein» beleuchtet die Krux mit dem Ablaufdatum.




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