Ausstrahlungsdatum: Donnerstag, 25. Mai 2017, 20.05 Uhr, SRF 1

SRF lädt die Zuschauerinnen und Zuschauer an Auffahrt zu einem «DOK»-Abend ein. In «Homeschooling – Der andere Weg zur Bildung» porträtiert «DOK» Familien, die ihre Kinder ohne Schule aufwachsen lassen. Die «DOK»-Serie «SRF HE!MATLAND – Wir Pendler» begleitet Menschen, die mit verschiedenen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Und der Film «Helden des Abfalls» zeigt schliesslich, was man tun kann, wenn man an paradiesischen Stränden Thailands, mitten in einem Naturschutzgebiet, Tonnen von Plastikmüll, Styropor und alten Flip Flops antrifft. Die Schweizer Roman Peter und Darius Vakili gründeten mit Freunden und Einheimischen die Initiative «Trash Hero». Eine simple Idee, die zum internationalen Erfolg heranwächst.

Donnerstag, 25. Mai 2017, 20.05 Uhr, SRF 1
«DOK»: Homeschooling – Der andere Weg zur Bildung
Andrea Liniger ist Mutter von vier Kindern. Ihr ältester Sohn Bastian, einst ein vielseitig interessierter und bestens integrierter Junge mit vielen Freunden, wurde in der Mittelstufe zusehends müder und unglücklicher, und mochte nicht einmal mehr seinen geliebten Hobbies nachgehen. Andrea Liniger nahm den damals 12-Jährigen und seine jüngere Schwester aus der Schule und erlebte – nach einer anstrengenden Phase der Orientierungslosigkeit – wie ihre Kinder wieder aufblühten. Bastian und Amanda lernten mit Freude, stellten eigenverantwortlich Projekte auf die Beine und eigneten sich dabei spielend auch die Inhalte des Lehrplanes an. Überzeugt vom freien Lernen, bei dem das Kind seinen ureigensten Interessen und Leidenschaften nachgehen kann, gründete die 34-Jährige den ersten Freilernraum der Schweiz in Bern, wo sich Homeschooler aus der ganzen Schweiz treffen.

Auch für David Widmer war die Schule ein Ort der Qual. Er interessierte sich leidenschaftlich für Pflanzen und Tiere, verbrachte seine Freizeit im Botanischen Garten und im Zoo, und eignete sich dort ein enormes Wissen an. Doch in der Schule war sein Expertentum nicht gefragt. David wiederum sah keinen Sinn darin, trockene Mathematikaufgaben zu lösen und versteckte sich – in der Hoffnung, dem Unterricht so fernbleiben zu können – immer wieder hinter dem Kaninchenstall. Als der Schulleiter Davids Eltern eröffnete, ihr Sohn werde wohl nie eine Berufslehre abschliessen können, nahmen diese ihren Ältesten und die beiden jüngeren Brüder aus der Schule. David bekam Spass am Lernen – seine Gärtnerlehre schloss er mit guten Noten ab.

«Wenn wir ein Kind zu überzeugen versuchen, etwas zu lernen, das es gerade nicht lernen möchte oder das es im Moment nicht interessiert, ist das Gewalt.», sagt der Franzose André Stern, der nie eine Schule von innen gesehen hat. Die Schule störe das Kind in seinem natürlichen Entwicklungsprozess sagt Stern, der heute als Autor und Freilernexperte durch die Welt zieht. «DOK»-Autorin Helen Arnet taucht ein in die Welt von Homeschooling und freiem Lernen. Ihr Film vermittelt Einblicke in neue Familien- und Lernmodelle – wo Kinder ohne Druck und Drill lernen, dafür mit viel Leidenschaft und Begeisterung.

Donnerstag, 25. Mai 2017, 21.05 Uhr, SRF 1
«SRF HE!MATLAND – Wir Pendler»: Folge 3
Sie klagen über verspätete Züge, verstopfte Strassen, nervige Mitreisende und Dichtestress. Millionen kämpfen sich in der Schweiz jeden Tag an den Arbeitsplatz. Aber: Es gibt tatsächlich auch Pendler, die den Arbeitsweg als Erholungszeit geniessen. Die «DOK»-Serie «SRF HE!MATLAND – Wir Pendler» begleitet Menschen, die mit verschiedenen Verkehrsmitteln unterwegs sind.

Daniel Schuler zum Beispiel, fährt jeden Tag von Birmenstorf im Kanton Aargau nach Zürich, das sind 26 Kilometer pro Weg. So pedalt er bei Wind und Wetter zwei Stunden über Land. «Ich bin wirklich glücklich, wenn ich mit dem Velo pendeln kann – es trägt viel zur Ausgeglichenheit bei», sagt Schuler.

Donnerstag, 25. Mai 2017, 22.25 Uhr, SRF 1
«DOK»: Helden des Abfalls
Was tun, wenn man an paradiesischen Stränden Thailands, mitten in einem Naturschutzgebiet, Tonnen von Plastikmüll, Styropor und alten Flip Flops antrifft? Aufräumen – sagten sich die Schweizer Roman Peter und Darius Vakili und gründeten mit Freunden und Einheimischen die Initiative «Trash Hero».

Jeden Montag versammeln sich Touristen und Einheimische am Strand von Koh Lipe, einer winzigen Insel im südlichsten Thailand. Sie brechen auf zu einem Ausflug, der so gar nicht nach Ferien klingt: Müll sammeln und aufräumen. Im umliegenden Nationalpark sehen die Reisenden Schockierendes: Strände, die übersät sind mit Zivilisationsmüll. PET-Flaschen, Motorradhelme, Styroporkisten, angespült nicht nur aus Thailand, sondern auch aus Malaysia, Indonesien oder den Malediven. Das gemeinsame Aufräumen soll nicht nur vor Augen führen, was der Abfall anrichten kann, sondern auch das Gefühl wecken, dass man selber etwas tun kann. Das ist die Idee von «Trash Hero».

Das Projekt entsteht 2013. Roman Peter, ein IT-Fachmann aus dem luzernischen Inwil, will eigentlich eine einjährige Weltreise machen, doch schon nach zwei Monaten bleibt er auf Koh Lipe hängen. Bei Tauchausflügen sieht er die vermüllten Strände. Quasi in der Hängematte fasst Peter mit anderen Touristen und Einheimischen den Entschluss, etwas zu unternehmen. Einer davon ist Darius Vakili, ein Schweizer, der seit 15 Jahren verwurzelt ist auf Koh Lipe. Er betreibt mit seiner thailändischen Ehefrau ein Strandrestaurant und Hostel.