SRF begleitet über drei Jahre hinweg eine Klasse von Schauspielschülerinnen und -schülern durchs Bachelorstudium an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK): eine Langzeitbeobachtung vom ersten Semester bis zum Abschlussstück. Nach der ersten Staffel im letzten Jahr folgt diesen Sommer die Fortsetzung. Von anfänglich dreizehn Schauspielstudierenden sind zwölf übrig geblieben. Die fünfteilige Dokuserie «Zwölf Schauspielschüler: 2. Akt – Ich glaub‘, ich bin hier falsch» zeigt das zweite Studienjahr, das geprägt ist von Zweifel, Hochgefühlen und ersten Bruchlandungen.

Die Dokuserie ist auch das Porträt einer Generation. Die angehenden Schauspielerinnen und Schauspieler sind nun zwischen 20 und 26 Jahren alt und im zweiten Studienjahr angekommen in der Wirklichkeit. Der Zauber des Anfangs ist vorbei, der Alltag streng, repetitiv und selten glamourös. In kleinen Gruppen und in Einzelarbeit wird das Handwerk im Unterricht vertieft und individuell gefördert. Die Ausbildung erfordert eine dicke Haut, viel Selbstreflexion und eine intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und Geist – und nicht jeder Schauspielschüler kann damit gleich gut umgehen.

Anna geht als erste ihrer Klasse in ein Auslandssemester, ist dort aber unglücklich. Lion büffelt Englisch und kriegt in Zürich nicht das, was er sucht. Dominic möchte keinen «Schiller auf die Bühne kotzen» und lieber sein Sing- und Show-Talent ausleben. Julian-Nico tut sich schwer damit, sein Gesicht in der Öffentlichkeit zu zeigen. Marie und Jasper wollen zum Film. Jasper rennt daher von einem Casting zum nächsten und bekommt die Konkurrenz zu spüren. Katrija und Lucas besuchen ihren ehemaligen Mitstudenten Tristano auf dem Waffenplatz Kloten-Bülach. Er entschied sich nach dem ersten Studienjahr für die Armee. Annabelle kommt mit der Blase, in der Schauspielschüler leben, schwer zu Recht. Und Silvio wird bei einem Tramunfall lebensgefährlich verletzt und kämpft sich ins Studium zurück.