Fünf Stammgäste präsentieren ihre Lieblingsrestaurants und laden dazu ein, den Kanton Solothurn eine Woche lang kulinarisch zu entdecken. Am Ende jeder Folge bewerten sie den gesamten Abend nach folgenden drei Kriterien: Ambiente, Essen und Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Beiz mit den meisten Punkten gewinnt.
Es kämpfen um den Wochensieg:
Montag, 12. Juni: Ristorante Pizzeria Dal Toscano, Oensingen
Das denkmalgeschützte Haus, erbaut im Jahre 1756, wurde früher als Postkutschenstation genutzt. Seit mehreren Generationen wird es nun aber als Gaststätte geführt. Wirt Massimo Santucci, 48, und seine Familie haben das Lokal vor drei Jahren übernommen. Nebst altem Schweizer Charme hat der Italo-Schweizer im Dal Toscano ein mediterranes Ambiente geschaffen und bietet sowohl Schweizer Küche als auch italienische Spezialitäten an, darunter die selbstgemachten Pasta mit diversen Saucen. Stammgast Hanspeter Balsiger, 64, macht auf seinem täglichen Spaziergang mit seinem Hund oft Halt im Ristorante.
Dienstag, 13. Juni: Restaurant Oberrüttenen, Oberrüttenen
Das 200 Jahre alte Haus in Oberrüttenen, gelegen am Jürasüdfuss, ist seit jeher ein Wirtshaus. Familie Lehmann mit Wirtin Szilvia, 49, und Koch Paulo haben das Restaurant vor acht Jahren übernommen und letzten Frühling gründlich renoviert. Das Gastgeberpaar verwöhnt seine Gäste mit ungarischen und böhmischen Gerichten und geht auch gerne auf Extrawünsche ein; die Spezialität des Hauses sind die schmackhaften Cordon bleus. Deswegen fährt auch Stammgast Martin Hämmerli, 39, mindestens einmal wöchentlich in seine Lieblingsbeiz und rühmt nebst dem Essen den schön gelegenen Standort und die netten Gastgeber.
Mittwoch, 14. Juni: Steakhouse Rütli, Starrkirch
Das Restaurant ist weit über Starrkirchs Grenzen hinaus für seine Fleischspezialitäten bekannt und wird seit 1991 von der Familie Kissling geführt. Nach dem Tod ihres Onkels im vergangenen November haben Jeany Kissling, 40, und ihre Mutter Jolanda Pliss das Lokal kurzfristig übernommen. Nebst dem «Rütli Steak» servieren die Gastgeber auch diverse Cordon bleus sowie einen heissen Stein mit verschiedenen Fleischsorten. Helga Götz, 56, die gleich neben dem Lokal als Personalverantwortliche für eine Reinigungsfirma arbeitet, trifft man oft über Mittag mit Kollegen an, oder sie gönnt sich abends ein saftiges Stück Fleisch. Vor allem die familiäre und gemütliche Atmosphäre ohne viel Kitsch überzeugt sie bis heute.
Donnerstag, 15. Juni: Landgasthof Pony Ranch, Seewen
Als gelernte Krankenschwester hatte Nadja Kirschner, 50, lange Zeit nichts mit der Gastronomie am Hut, ausser dass ihr Sohn Chris Strub, 29, gelernter Koch ist. Vor gut zwei Jahren haben sich Mutter und Sohn entschlossen, sich selbständig zu machen und haben das Restaurant Pony Ranch, das sich direkt neben einem Pferdehof befindet, übernommen und nach 17 Jahren Dornröschenschlaf neu eröffnet. Stammgast und Schreiner Daniel Baier, 54, kennt die Pony Ranch schon seit den späten 60er-Jahren und kommt seit der Wiedereröffnung regelmässig nach Seewen, um das amerikanische Essen mit Burger und Baked Potatoes zu geniessen. Der absolute Hit ist der «Fat Boy»- Burger mit 600 Gramm Fleisch.
Freitag, 16. Juni: Restaurant Fat’n’Happy, Schönenwerd
Die Beiz wurde vor zehn Jahren mit der Vision einer «World Kitchen» von Wirt und Koch Goran Arnaut in Wöschnau eröffnet. Vier Jahre nach der Eröffnung wechselte der gebürtige Serbe das Lokal und zog nach Schönenwerd. Die Menükarte, die der Aufmachung einer Zeitung gleicht, ist gespickt mit Logikrätseln, Lebensweisheiten und natürlich den Essensvorschlägen. Die beliebten Schnitzel und Cordon bleus servieren sie in Grössen von 250 Gramm bis 1,5 Kilogramm. Wer das 1,5 Kilogramm-«Harakiri»-Cordon bleu überlebt, sprich alleine aufisst, wird auf der hauseigenen Webseite verewigt. Stammgast Michael Tate, 40, der in der Nähe von Manchester aufgewachsen ist, fungiert (noch) nicht auf der mittlerweile an die 160 angewachsenen Heldenliste, schätzt aber umso mehr die nette Atmosphäre sowie das gute Preis-Leistungs-Verhältnis.




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