Wie der Schweizerische Videoverband www.svv-video.ch mitteilt, hat die Schweizer Filmbranche mit dem Verkauf und Verleih filmischer Inhalte im Jahre 2016 einen Gesamtumsatz von CHF 195 Mio. erzielt, das entspricht gegenüber dem Vorjahr (CHF 209 Mio.) einem Rückgang um 6,8%. Damit hat sich der seit Jahren andauernde Umsatzrückgang der Branche weiter verlangsamt.

Der Kaufmarktumsatz von CHF 115,4 Mio. mit DVDs und Blu-rays sank 2016 um 15,6%. Blickt man auf das Jahr 2012 mit einem Umsatz von CHF 238 Mio. zurück, so halbierte sich der Umsatz innerhalb der letzten fünf Jahre. Dennoch blieben die physischen Formate – in Umsatz ausgedrückt – gegenwärtig dominierend. Innerhalb des Kaufmarktes ist eine Fortführung der Formatwechsel zu beobachten. Die Umsätze mit DVDs fielen von CHF 93,8 Mio. um 17,5% auf CHF 77,3 Mio. und die mit Blu-rays im gleichen Zeitraum von CHF 42,8 Mio. um 11,2% auf CHF 38 Mio. Obwohl die Konsumenten von tieferen Preisen profitieren, gelang es nicht, den Absatzrückgang der Bildtonträger zu stoppen. Immerhin ist der DVD-Absatz von «nur» minus 16,1% der beste Wert der letzten drei Jahre. Während der Kaufmarktum-satz im Jahre 2011 noch zu 81% auf das DVD-Geschäft und zu 19% auf den Blu-ray-Umsatz zurückzu-führen war, liegt dieses Verhältnis fünf Jahre später bei Anteilen von 67% DVD und 33% Blu-ray. Die physischen Bildtonträger haben weiterhin eine grosse Bedeutung, stammen doch 6 von 10 Schweizer Franken aus dem Verkauf der DVD- und Blu-ray-Silberscheiben.

Die Umsätze mit digitalen Online-Abrufen, bestehend aus «Transactional Video-on-Demand» (TVOD) und «Electronic Sell-Through» (EST), stiegen um 9.9% auf CHF 79,5 Mio., nach CHF 72,4 Mio. im 2015 – und dies ohne Berücksichtigung von Subscription Video-on-Demand (SVOD) Abo-Angeboten. Seit Beginn der Datenerhebung im digitalen Geschäft 2011 hat sich dieser Umsatz mehr als verdreifacht. Bequem vom Sofa aus seine Lieblingsfilme per Knopfdruck abrufen trifft den Zeitgeist. Am häufigsten entschieden sich die Konsumenten im vergangenen Jahr für den Film «Fack ju Göthe 2». Die digitalen Online-Kauf- und Leihangebote erreichten mit einem Anteil von 40,8% oder CHF 79,5 Mio. des Gesamtmarktumsatzes von CHF 194 Mio. eine neue Bestmarke. Es hätte noch besser kommen können, würden die bedeutenden Programmanbieter wie Swisscom/Teleclub oder UPC ihren Kunden endlich den digitalen Kauf von filmischen Inhalten ermöglichen.