Der ORF eröffnet auch in diesem Jahr wieder offiziell seinen reichhaltigen Kultursommer. Los geht’s mit der alljährlichen live-zeitversetzten Übertragung der Sommernachtsgala aus Grafenegg am 23. Juni, um 21.20 Uhr in ORF 2. Eine Aufzeichnung des Konzerts ist am 22. Juli in 3Sat zu sehen, teilte der ORF mit.
Hochkarätige internationale Solisten – diesmal die russische Sopranistin Aida Garifullina, die georgische Pianistin Khatia Buniatishvili und der ebenfalls aus Russland stammende Bariton Dmitri Hvorostovsky – interpretieren Meisterwerke der Klassik unter freiem Himmel auf der einzigartigen Bühne des Wolkenturms. Es spielt das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich unter der musikalischen Leitung seines Chefdirigenten Yutaka Sado. Durch den stimmungsvollen Abend, der auch im elften Jahr des Open-Air-Events traditionell mit einem Feuerwerk zu Edward Elgars „Pomp and Circumstance“ endet, führt Barbara Rett. Für die Bilder der neun ORF-HD-Kameras sorgt Regisseurin Heidelinde Haschek.
Aufzeichnung des Konzerts auf ORF III und 3Sat sowie auf Ö1
Eine Aufzeichnung des Konzerts ist am Sonntag, 2. Juli, um 20.15 Uhr in ORF III, sowie am Samstag, 22. Juli, um 21.50 Uhr in 3Sat zu sehen. Ö1 sendet die „Sommernachtsgala“ am Samstag, 8. Juli, um 15.05 Uhr.
ORF-Generaldirektor Wrabetz: „Binnen kurzer Zeit zum Inbegriff festlicher Lebensfreude“
ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Es erfüllt mich mit Stolz, dass der ORF die Sommernachtsgala aus Grafenegg von Beginn an übertragen und somit dieses noch relativ junge Festival maßgeblich unterstützt hat. Das glanzvolle Open-Air-Konzert ist binnen kurzer Zeit zum Inbegriff festlicher Lebensfreude geworden und eröffnet auch im elften Jahr seines Bestehens den jährlichen ORF-Kultursommer. Dieser ist mit mehr als 500 Stunden Programm in TV und Radio opulenter denn je und macht nicht nur die Sommernachtsgala, sondern auch viele weitere begehrte Festivalevents allen Österreicherinnen und Österreichern zugänglich. Dazu zählen noch zwei Highlights aus Grafenegg: die Festivaleröffnung mit Webers Oper ‚Der Freischütz‘ sowie ein Konzert des European Union Youth Orchestra. Das ist öffentlich-rechtliche Kulturvermittlung und Vervielfältigung im besten Sinne“, so Wrabetz.
Grafenegg-Intendant Rudolf Buchbinder: „Mit der traditionellen Sommernachtsgala startet Grafenegg in die Sommersaison. Ausgestrahlt vom ORF, strahlt sie weit über Grafenegg hinaus. Um die besondere Aura dieses Orts zu erfassen, muss man natürlich persönlich nach Grafenegg kommen. Es ist aber immer wieder beeindruckend, wie viel der ORF von dem, was diesen wunderbaren Ort und seine hochkarätigen Konzerte ausmacht, einzufangen vermag“, so der Starpianist und künstlerische Leiter.
Hvorostovsky, Garifullina und Buniatishvili präsentieren Mozart, Verdi, Tschaikowsky und mehr
Das Publikum im märchenhaften Schlosspark von Grafenegg und an den Fernsehschirmen zu Hause darf sich heuer auf einen besonderen Gast freuen, der – krankheitsbedingt – zuletzt wenig in der Öffentlichkeit auftrat und auch in Österreich mehr durch seine Absagen von sich reden machte: Dmitri Hvorostovsky. Der russische Starbariton, der in der Vergangenheit u. a. beim Konzert auf dem Roten Platz in Moskau 2013 gemeinsam mit Anna Netrebko auftrat, hat für sein Debüt in Grafenegg neben Opernarien von Mozart und Verdi auch ein paar Gassenhauer wie „Ochi Chornye“ (Schwarze Augen) vorbereitet. Gemeinsam mit der tatarischstämmigen Sopranistin Aida Garifullina, die Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper ist, singt er die Duette „Là ci darem la mano“ aus Mozarts „Don Giovanni“ und „Moskauer Nächte“ von Wassili Solowjow-Sedoi. Auch Garifullina, die in Wien Gesang studierte und 2013 durch den Sieg bei Plácido Domingos „Operalia“ ihre steile Karriere begann, tritt bei der vom ORF live-zeitversetzt übertragenen Gala zum ersten Mal auf. Hier präsentiert sie auch ihre große musikalische Bandbreite zwischen Tschaikowsky, Mozart und Leoncavallo. Wenn dann die georgische Pianistin Khatia Buniatishvili die Bühne betritt, zieht sie – kraft ihrer jungen und strahlenden Persönlichkeit – sofort die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich. Ihr kräftiger, virtuoser und doch samtweicher Anschlag ist mittlerweile weltberühmt. In Grafenegg gibt sie den ersten Satz aus Tschaikowskys b-Moll-Klavierkonzert zum Besten.
Am Pult des Tonkünstler-Orchesters steht der japanische Maestro Yutaka Sado, der seit 2015 als Chefdirigent erfolgreich den niederösterreichischen Klangkörper leitet und auch schon ausgedehnte Tourneen mit seinem Orchester unternommen hat. Zum fulminanten Abschluss des Abends erklingt wie immer Edward Elgars „Pomp and Circumstance“– begleitet von einem pompösen Feuerwerk.




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