Der Große Preis von Österreich (vom 7. bis 9. Juli insgesamt 15 Stunden lang live in ORF eins) steht bevor und verspricht viel Geschwindigkeit, Gefahr und Nervenkitzel in Spielberg. Aus diesem Anlass zeigt ORF III Kultur und Information in der „zeit.geschichte“ am Samstag, dem 1. Juli 2017, und am Samstag, dem 8. Juli, jeweils im Hauptabend, erstmals die von n-tv in Kooperation mit ORF III produzierte fünfteilige Dokureihe „Rennlegenden“. Diese blickt auf mehr als 60 Jahre der Königsklasse des Motorsports zurück, auf tollkühne Helden, gnadenlose Taktiker und erschreckende Tragödien. Zusätzlich geben ehemalige Rennfahrer Einblicke in ihre Erfahrungen, von nervenaufreibenden Momenten im Cockpit, Stresssituationen in der Boxengasse und dem Leben abseits der Rennstrecke. Als Kurator führt Formel-1-Kommentator Ernst Hausleitner durch die Dokumentationen.
Samstag, 1. Juli
Den Auftakt machen am Samstag, dem 1. Juli, zwei Kontrahenten, deren Fehde genug Stoff für einen Hollywood-Kinofilm bereithielt: Niki Lauda vs. James Hunt. „Die Rivalen“ (20.15 Uhr) waren aber nicht nur unerbittliche Feinde auf der Rennstrecke, sondern agierten oftmals auch als gegenseitige Motivatoren. Die Dokumentation rekapituliert die Ereignisse, insbesondere den Kampf um den Gesamtsieg im Jahr 1976, taucht in die Vorgeschichte der beiden Rennfahrer ein und blickt auf den Verlauf ihres Lebens, nachdem James Hunt schlussendlich den Kampf von 1976 für sich entschied. Außerdem erzählt Niki Lauda von seiner besonderen Freundschaft zu Hunt und wie er persönlich seine Zeit im Rennsport erlebte.
Dass Material, Talent und Übermut längst nicht alles sind, beweisen „Die Taktiker“ (21.00 Uhr). Jackie Stewart war ein solcher Fahrer, der durch taktisches Geschick seine Gegner nicht nur auf der Strecke ließ, sondern in den 1960er und 1970er Jahren damit drei Weltmeistertitel errang.
Um „Die Draufgänger“ (21.45 Uhr) geht es in der letzten Doku des ersten „Rennlegenden“-Abends – denn ein gewisses Ego gehört neben Helm und Wagen zur Grundausrüstung eines jeden erfolgreichen Rennfahrers. So waren Hans „der Bergkönig“ Stuck und Bernd Rosemeyer etwa dafür verantwortlich, dass selbst während schwerer Kriegszeiten der Rennsport weitergeführt wurde.
Samstag, 8. Juli
Der zweite „Rennlegenden“-Abend startet am Samstag, dem 8. Juli, mit den „Tragödien“ (20.15 Uhr), in der Geschichte der Formel 1. Die Dokumentation widmet sich den tragischen Rennsporthelden, die ihre Leidenschaft für Geschwindigkeit mit dem Leben bezahlen mussten. Darunter der brasilianische Nationalheld Ayrton Senna sowie Wahl-Österreicher Jochen Rindt, der selbst nach seinem Unfalltod in der WM-Wertung dennoch nicht mehr einzuholen war und 1970 posthum den Weltmeistertitel verliehen bekam.
1991 Monaco Grand Prix; 9. bis 12. Mai 1991, Jean Alesi (3. Platz) mit Sieger Ayrton Senna und Nigel Mansell (2. Platz) auf dem Podium.
Den Abschluss machen jene, denen die normale Rennstrecke nicht mehr genügt. „Die Alleskönner“ (21.00 Uhr), suchen u. a. in 24-Stunden-Rennen eine neue Herausforderung, jedoch gelang es nur wenigen, mehrere Titel in unterschiedlichsten Rennklassen zu erringen. Helden wie Jochen Mass, Jacky Ickx und Hans „im Glück“ Hermann zählten dazu.




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