Für ihre Klugheit und die geschickten Pfoten wurden Waschbären schon in ihrer ursprünglichen Heimat, dem amerikanischen Kontinent, bewundert. Zahlreiche indianische Legenden ranken sich um die schwarz-weisse Zorro-Maske der Kleinbären, die für Dunkelheit und Licht, für das Diesseits und Jenseits stand und von verschiedenen Stämmen mit schwarz-weisser Gesichtsbemalung imitiert wurde. Ausserdem: Theos Tierwelt – Neue Arten braucht die Welt (1/2). Und: Russlands Pferde – Kämpfer und Könner (3/5).
Sonntag, 2. Juli 2017, 14.55 Uhr, SRF 1
«DOK»: Waschbären-Party
Für ihre Klugheit und die geschickten Pfoten wurden Waschbären schon in ihrer ursprünglichen Heimat, dem amerikanischen Kontinent, bewundert. Zahlreiche indianische Legenden ranken sich um die schwarz-weisse Zorro-Maske der Kleinbären, die für Dunkelheit und Licht, für das Diesseits und Jenseits stand und von verschiedenen Stämmen mit schwarz-weisser Gesichtsbemalung imitiert wurde.
Aus dem indianischen Wort «Aroucun» wurde das englische «Racoon» für Waschbären. Da sie Allesfresser sind und bei uns kaum natürliche Feinde haben, sind sie in der deutschen «Waschbärenhauptstadt» Kassel zu einer regelrechten Plage geworden. Die Bürger versuchen sie abzuschrecken, indem sie ihre Öko-Tonnen abschliessen und Elektrozäune auf ihre Dächer montieren, damit die immer hungrigen Kleinbären kein Chaos anrichten können. Denn gelangen sie erst einmal in eine Wohnung, wird dort eine zünftige Waschbärenparty gefeiert.
Sonntag, 2. Juli 2017, 15.30 Uhr, SRF 1
Theos Tierwelt – Neue Arten braucht die Welt (1/2)
Ein Zoodirektor geht neue Wege: Theo Pagel, renommierter Zoologe und langjähriger Direktor des Kölner Zoos, will herausfinden, ob Tiergärten dabei helfen können, die bedrohte Natur zu retten. Oder ist die Behauptung, Zoos helfen beim Schutz seltener Arten, bloss ein PR-Gag der Zoos, um ihr Image aufzupolieren? Um das zu klären, bricht er in die Wildnis nach Vietnam und Laos auf und besucht dort Naturschutzprojekte für Affen, Reptilien, Bären und Elefanten.
Südostasiens Wälder gelten als Schatzkammern der Artenvielfalt. Doch die wachsende Bevölkerung und die zunehmende Zerstörung der Wälder setzen der Natur immer mehr zu. Zuflucht finden bedrohte Arten z.B. in der Me Linh-Zuchtstation in Nordvietnam und im Affenschutzzentrum des Cuc Phuong-Nationalparks. Theo Pagel begibt sich dort auf die Suche nach bislang unbekannten Arten, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Und er wird Zeuge, wie die seltensten Affen der Welt, die Delacour-Languren, erfolgreich gezüchtet und wieder in die Wildnis freigelassen werden.
Im Vietnams Nachbarland Laos besucht der Kölner Zoodirektor einen Park für Kragenbären, die Naturschützer aus den Fängen von Tierhändlern befreit haben. Lassen sich solche Bären nachzüchten? Höhepunkt von Theo Pagels Reise ist der Besuch bei Arbeitselefanten im «Reich der Millionen Elefanten», wie sich das Königreich Laos einst nannte. Mit neuen Strategien versuchen Tierschützer, das harte Leben der Elefanten und ihrer Besitzer zu verbessern.
Sonntag, 2. Juli 2017, 16.20 Uhr, SRF 1
Russlands Pferde – Kämpfer und Könner (3/5)
Wohl nirgends sonst in Russland ist der Pferdesport so vielfältig wie in Moskau: Wettkämpfe, Leistungsschauen und Paraden werden rund ums Jahr abgehalten. Der Kavallerist Dima ist dabei, wenn sich im Kreml Putins berittene Garde mit Pferdeballetten die Gunst der Zuschauer erobert. Im Moskauer Hippodrom wetteifern Russlands Züchter um die besten Wertungen für ihren Nachwuchs. Denn im Leistungszentrum «Rus» vor den Toren der Stadt messen Springreiter aus dem ganzen Land ihre Kräfte. Auch die 22-jährige Oksana träumt von einem Sieg mit ihrem Hengst «Ryzhiy» …
Im 200 Kilometer westlich von Moskau gelegenen Wladimir trainiert Alexej Grizenko die einzige Troika in Russland, die von drei Kaltblütern gezogen wird. Das Dreigespann ist das russische Fuhrwerk schlechthin, doch heute beherrschen nur noch wenige Könner vom alten Schlag das Handwerk des Troika-Fahrens. Finanziert wird Alexej dabei ausgerechnet von einem englischen Geschäftsmann, der in Russland eine zweite Heimat gefunden hat.




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