Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 16. Juli 2017, 15.00 Uhr, SRF 1

Die einen sind gross und hässlich, die anderen klein und wunderschön. Doch beide leben in grosser Höhe in den Anden und haben einzigartige Fähigkeiten: Kondor und Kolibri. Ausserdem: Russlands Pferde – Eisfohlen und Berghirten (5/5). Und: Wildes Baltikum – Wälder und Moore.

Sonntag, 16. Juli 2017, 15.00 Uhr, SRF 1
«DOK»: Starke Nachbarn – Kolibri und Kondor
Die einen sind gross und hässlich, die anderen klein und wunderschön. Doch beide leben in grosser Höhe in den Anden und haben einzigartige Fähigkeiten: Kondor und Kolibri. Noch vor 10’000 Jahren gab es in den Anden Kondore mit einer Flügelspannweite von sieben bis acht Metern. Heute messen sie maximal drei Meter. Der Kolibri hingegen, der mit dem Kondor in «atemberaubenden Höhen» lebt, ist winzig klein und wirkt unglaublich zerbrechlich. Und es scheint, dass er mit den Widrigkeiten dieser rauen Natur verblüffend gut umgehen kann.

Es gibt eine Vielzahl der winzigen, zerbrechlichen und nur wenige Gramm schweren Kolibris in den Anden. Sie leben mit dem grössten Raubvogel der Welt in einem Lebensraum, dem Andenkondor. Die Kolibris sind sogar in Eis und Schnee zu finden. Wie schafft es eine kleine Kreatur, die oft nicht schwerer als eine Briefmarke ist, hier zu überleben?

Der riesige Kondor scheint sich im gleichen Lebensraum schwerer zu tun. Er ist vom Aufwind an den Felshängen abhängig. Nur wenn die Thermik stimmt, kann der Kondor auf Nahrungssuche gehen. Denn sie allein ist verantwortlich für einen vollen Magen und sichert das Überleben des Nachwuchses – eine spannende Geschichte über starke Nachbarn.

Sonntag, 16. Juli 2017, 15.35 Uhr, SRF 1
«DOK»: Russlands Pferde – Eisfohlen und Berghirten (5/5)
Im Fernen Osten Russlands, in der Republik Jakutien, liegt der Kältepol aller bewohnten Gebiete der Erde. Hier, in den endlosen, oft unpassierbaren Wäldern Sibiriens, entstand das jakutische Pferd. Die raue Natur, so scheint es, sorgt selbst dafür, dass die Jakuter reinrassig bleiben: Keine andere Rasse kommt mit dem extremen Klima zurecht.

Die Fohlen werden auf Eis und Schnee geboren und müssen vom ersten Lebenstag an Minustemperaturen von -40° Celsius und mehr ertragen. Die 48-jährige Züchterin Irina Vinokurova reitet täglich bis zu 30 Kilometer in die Taiga, um fohlende Stuten oder kranke Tiere aufzuspüren und ins Lager zu bringen, um Weidegründe zu suchen oder Wölfe zu jagen.

12’000 Kilometer weiter westlich liegt der Kaukasus, das höchste Gebirge Europas. Auf den Almen und in den Tälern des Nordkaukasus wird seit Hunderten von Jahren eine der besten Gebirgspferderassen überhaupt gezüchtet – die Kabardiner. Die Tiere zeichnen sich durch enorme Kondition sowie grosse Trittsicherheit und Rittigkeit in unwegsamem Gelände aus. Der 55-jährige Moussa hat den Sommer als Berghirte auf einer 3500 Meter hoch gelegenen Sommerweide verbracht. Mitte Oktober sind die Tage kurz und die Nächte kalt geworden. Jetzt steht den 300 Hengsten, Stuten und Fohlen ein 70 Kilometer langer, gefährlicher Abstieg ins Tal bevor. Ausgerechnet am Vorabend des Aufbruchs kommt der Wintereinbruch mit Schnee, Kälte und Nebel.

Sonntag, 16. Juli 2017, 16.20 Uhr, SRF 1
«DOK»: Wildes Baltikum – Wälder und Moore
Das Hinterland des Baltikums ist reich an Wäldern, Mooren und Seen. Die weite, oft unberührte Wildnis gibt vielen Tieren Raum zum Leben. In Estlands Urwäldern leben zudem über 350 Braunbären. Wenn die Bärin mit ihren Jungen aus dem Winterschlaf erwacht, muss sie aufmerksam sein. Grosse Bärenmännchen können ihren Jungen gefährlich werden. Europas breitester Wasserfall liegt in Lettland: Anfang Mai ziehen Russnasen, Verwandte des Karpfens, den Fluss Venta hinauf. Die kaum einen halben Meter langen Fische müssen eine 400 Meter lange Felsbarriere überwinden, um zu ihren Laichgebieten zu gelangen. Und Litauen ist das Land der Störche; mit über 13’000 Paaren zählt es die meisten Weissstörche im Baltikum.