Ausstrahlungsdatum: Dienstag, 25. Juli 2017, 22.25 Uhr, SRF 1
Sie sind hier geboren, besuchten hier die Schule, sprechen Deutsch, lieben die Schweiz. Doch die «Schweizermacher» verwehren ihnen den roten Pass: Immer wieder sorgen abgelehnte Einbürgerungsgesuche für Schlagzeilen. Wer soll denn Schweizer werden? Stellen wir überhaupt die richtigen Bedingungen? Die «Club»-Diskussion unter der Leitung von Urs Gredig.
Wer beim deutschen Discounter einkauft und nicht beim Dorfmetzger, wer die Recyclingstelle für altes Frittieröl nicht kennt und nicht wandert, der hat offenbar kein Recht auf einen Schweizer Pass. Es war das Protokoll der Behörden, das kürzlich bei der Einbürgerung einer 25-jährigen Türkin für Diskussionen sorgte. Als «willkürlich», «unschweizerisch», «peinlich» und «kleinkariert» wurden die Behörden beschimpft.
Die junge Türkin ist kein Einzelfall. Da gibt es auch die Geschichte jener Niederländerin, die sich in ihrer ländlichen Wohngemeinde gegen Kuhglockengeläut und Ferkelrennen engagiert hatte und sich damit so unbeliebt machte, dass man ihr die Einbürgerung erst im dritten Anlauf gewährte.
Ist die Schweiz auch fast 40 Jahre nach dem legendären Film «Die Schweizermacher» kein bisschen weiter? Wie viel Schweiz muss der Einbürgerungswillige verinnerlicht haben? Und wie hat er sich zu benehmen?
Unter der Leitung von Urs Gredig diskutieren im «Club»:
Nancy Holten, angehende Schweizerin mit niederländischen Wurzeln, Model, Autorin
Gülsha Adilji, Schweizerin mit albanisch-türkischer Abstammung, Moderatorin, Kleinkünstlerin
Aleksandar Naumovic, Schweizer mit jugoslawischen Wurzeln, Unternehmer
Stefanie Kurt, Juristin Universität Neuenburg, Migrationsexpertin
Andreas Glarner, Nationalrat SVP/AG, Gemeindeammann Oberwil-Lieli
Philipp Tingler, deutsch-schweizerischer Wirtschaftswissenschaftler und Philosoph




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