Ausstrahlungsdatum: Dienstag, 22. August 2017, 22.25 Uhr, SRF 1
Noch nie hat ein Spieler für so viel Geld den Club gewechselt wie der brasilianische Stürmer Neymar. Kann ein Mensch so viel wert sein? Und war das erst der Anfang dieses Transferwahnsinns? Die «Club»-Diskussion unter der Leitung von Urs Gredig.
Der Transfer des brasilianischen Fussballstars Neymar vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain hat alle Rekorde gebrochen: 222 Millionen Euro betrug allein die Ablösesumme. Die Besitzer des Pariser Clubs bezahlten inklusive Handgeld für Berater und Spieler rund eine halbe Milliarde Euro. Kritiker monieren, es gehe nicht mehr ums Spiel, sondern nur noch um Geld.
Tatsächlich ist viel Geld im Spiel: Die europäischen Clubs profitieren vom immer grösser werdenden Geldsegen aus dem Verkauf von TV-Rechten. Fussball ist längst Teil der globalen Unterhaltungsindustrie. Und auch Teil einer globalen Investitionsindustrie: In England gehört kaum ein Club mehr einem lokalen Investor. In Paris sind Scheichs aus Katar am Drücker. Sie nutzen den Fussball auch, um ihre finanzielle Macht zu demonstrieren.
Hat der Fussball seine Seele verloren? Was kommt nach diesen 222 Transfermillionen? Kann man noch von Herzen Fan sein? Und wie lebt es sich als Ware «Spieler»?
Urs Gredig diskutiert im «Club» mit:
Johan Vonlanthen, Fussballprofi beim FC Wil, ehemaliger Schweizer Nati-Spieler
Pedro Lenz, Schriftsteller und Fussballfan
Walter de Gregorio, Kommunikationsberater, ehemaliger Sportjournalist und Kommunikationschef Fifa
Ilja Känzig, Fussballmanager und CEO FC Sochaux (Frankreich)
Urs Scherrer, Sportjurist
Franco Moretti, Spielerberater




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