Im Rahmen der fünfteiligen „Universum“-Sommerserie „Unser blauer Planet – Paradiese auf fünf Kontinenten“ steht am Dienstag, dem 22. August 2017, um 20.15 Uhr die Dokumentation „Atlantik – Weltmeer der Extreme“ von Dan Rees (deutsche Bearbeitung: Josef Glanz) auf dem Programm von ORF 2. Den Abschluss der „Universum“-Highlights in Spielfilmlänge bildet am 29. August um 20.15 Uhr „Wunderwelten am Indischen Ozean – Die Magie des Monsuns“.
Über mehr als 15.000 Kilometer erstreckt sich der Atlantik zwischen Arktis und Antarktis, seine Gesamtfläche bedeckt ein Fünftel der Erde. Der wildeste Ozean des Planeten verlangt allen Lebewesen das Äußerste ab – Mensch wie Tier haben mittlerweile verblüffende Strategien entwickelt, um im und am Atlantik überleben zu können. Das gilt für monströse Tintenfische und verspielte Delfine ebenso wie für trickreiche Fischer an der afrikanischen Westküste. Sie alle kämpfen mit den gewaltigen Energien, die der Atlantik über und unter der Wasseroberfläche freisetzt.
Eine der gewaltigsten Kräfte im Atlantik ist der Golfstrom. Die Ozeanströmung verläuft auf einer Strecke von Tausenden Kilometern über den Nordatlantik. Die Strömung nutzen auch die Riesenschildkröten auf ihrem Weg von der Karibik an die europäische Küste. Diese Küste würde ohne den Golfstrom ganz anders aussehen – die Menschen dort würden nämlich frieren. Unter dem Schein des Nordlichts tummeln sich Wale in großen Gruppen, während die Schildkröten Jagd auf Tintenfische machen und die Fischer zwischen meterhohen Wellen um ihren Fang kämpfen. Der Strom ähnelt einem stark frequentierten Highway, der Leben und Aufregung in den sonst stillen Ozean bringt. Im Südatlantik hingegen bietet sich ein ganz anderes Bild. Hier gibt es riesige Wasserflächen und immer wieder spektakuläre Oasen des Lebens, etwa eine gigantische Unterwasser-Bergwelt: den Mittelatlantischen Rücken (Mid-Atlantic Ridge). Belebt wird diese wundersame Welt von verspielt anmutenden Delfingruppen sowie größeren Pinguinkolonien. Je weiter südlich, desto kälter, stürmischer und rauer wird der Lebensraum Südatlantik. Die Abgeschiedenheit und auch die Tiefe des Ozeans sorgen mitunter dafür, dass sich eine große Anzahl an faszinierenden und teils geheimnisvollen Tieren im Wasser aufhält.Aber der Atlantik hat noch eine weitere Seite. Ganz im Westen ist er tropisch, seicht und angenehm warm. In der Karibik präsentiert sich der Ozean als idyllischer Sehnsuchtsort für Urlauber aus unterschiedlichen Regionen der Erde. Mangroven über und Korallen unter der Wasseroberfläche machen den Ozean auch für Tiere zu einem Paradies. Hier streifen die mächtigen Walhaie auf der Suche nach Planktonschwärmen durchs Wasser. Letztere können selbst oder mit Hilfe anderer Arten Licht erzeugen, das nachts den Ozean erleuchtet. Doch das Schicksal der Lebewesen in der Karibik wird Tausende Kilometer entfernt entschieden: In der Sahara türmt sich die Hitze über Wochen. Das Ergebnis: Mächtige Wirbelstürme verwüsten das Paradies an der Küste des amerikanischen Kontinents.
Die Kraft des Atlantiks ist unübersehbar. Sie bestimmt den Kreislauf der Lebewesen, vom Fischer vor der afrikanischen Küste bis zu den farbenprächtigen Korallen in der Karibik. Die BBC-Produktion, koproduziert von WDR in Zusammenarbeit mit ORF, rückt diesen vielseitigen Ozean in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und liefert mit neuester Kameratechnik eindrucksvolle Bilder.




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